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Herzliches Beileid. Ein kleiner Knigge für Trauerfälle von Klaus Dirschauer

Anteil nehmen und reagieren angesichts von Tod und Trauer | | 0 Kommentare |

Auf eine Todesnachricht reagieren

Die Nachricht löst Betroffenheit aus - konfrontiert sie doch mit der eigenen Sterblichkeit – und zunächst geht es darum, selbst damit zurechtzukommen und sich über die Gefühle dem Toten und den um ihn Trauernden gegen-über Rechenschaft abzulegen.

  • Mündlich Kondolieren und Kondolenzbesuch
  • Schriftlich kondolieren (Anrede, Inhalt, nicht angebracht, angebracht)
  • Kondolenz im beruflichen Umfeld
  • Blumen, Kranz und Spenden
An der Trauerfeier teilnehmen

Die christliche Bestattung eines Menschen ist eine Amtshandlung der Kirche, ein Gottesdienst anlässlich eines Todesfalls. Die Bestattung kann auch eine säkulare Ersatzhandlung, eine so genannte weltliche Trauerfeier sein. Wie die anderen Amtshandlungen, die einen das ganze Leben begleitenden Charakter haben, ist die christliche Bestattung ebenso ein Übergangsritual, das feierlich begangen wird, wie die Taufe, Kommunion, Firmung, Konfirmation oder Trauung.
  • Kleidung
  • Der Weg zur Bestattungsfeier
  • Die Trauerfeier
  • Der Weg zum Grab
  • Innehalten am Grab
  • Die Bestattung
  • Kondolenz am Grab
Am Trauermahl teilnehmen

Mag die Zeit vor der Bestattung mit Appetitlosigkeit verbunden gewesen sein, die gleichsam für eine Abwendung vom Leben stand, so kann das Trauermahl mit dem gemeinsamen Essen und Trinken für eine Zuwendung zum Leben stehen. Deshalb findet im Anschluss an die Beisetzung häufig ein Trauermahl oder Trauerkaffee statt.

Die Zeit unterbrochenen Schweigens

Zwischen dem Tod und dem Tag der Bestattung erfahren die Trauernden viel Aufmerksamkeit. Danach beginnt für sie eine Zeit des Schweigens und einer vorübergehenden Vereinsamung. Die Menschen, die gekommen waren, sind längst zu ihrer eigenen Tagesordnung zurückgekehrt – zu ihren Lebenspartnern, Familien, Freunden, an ihre Arbeit, zurück zu ihren gewohnten Lebensabläufen und eigenen Lebensgeschichten.

Was bleibt?

Schon am auf die Bestattung folgenden Sonntag zum Gottesdienst zu gehen unterbricht früh den Rückzug der Trauernden, die natürlich erst einmal bei sich selbst bleiben wollen. Im Gottesdienst wird der Trauerfall nament-lich abgekündigt und die Gemeinde gedenkt in einer Fürbitte der Trauernden. Um des Verstorbenen wie auch der um ihn Trauernden willen ist es gute Sitte, an diesem Gottesdienst teilzunehmen und anschließend zum Friedhof zu gehen. Der Glaubenshorizont der Kirchengemeinde unterstreicht noch einmal, dass das bis dahin gelebte Leben ganz Gott überantwortet ist.

Klaus Dirschauer
Herzliches Beileid. Ein kleiner Knigge für Trauerfälle
Claudius Verlag München, September 2009
48 S., Paperback, 10,5 x 16,5 cm. ISBN 978-3-532-62402-9, 4,90 Euro

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