Die Memorial- und Sepulkralkultur des Fußballsports
Internationale Konferenz zur Kulturgeschichte des Fußballsports
(06.09.2010) Der Fußballsport bringt kulturelle Muster und soziale Identitäten hervor, die weit ins Feld der Memorialkultur reichen. So hat sich in Großbritannien eine sehr differenzierte Sepulkralkultur herausgebildet, die sogar Bestattungen in den Stadien vorsieht.
Traditionsvereine können auf eine mehrere Generationen übergreifende Geschichte zurückblicken. Die kulturschöpferischen Potenziale des Fußballs überschneiden sich mit den verschiedensten Feldern der Erinnerungskultur und -politik.
Ziel dieser Tagung ist es, zum ersten Mal die intergenerationale Integrationskraft des Vereinsfußballs anhand seiner Bezüge zur Memorial- und Sepulkralkultur darzustellen.
Aussagekräftige Beispiele aus neun Ländern Europas, die verschiedensten Medien, Künste und Rituale des Erinnerns, vereinsoffizielle und fankulturelle Praktiken sowie Versuche zur Herstellung einer "corporate identity" werden ausführlich analysiert.
Am Beispiel deutscher Fußballvereine soll darüber hinaus die dem Erinnern entgegengesetzte Strategie der "memoria damnata" zur Sprache kommen: das absichtsvolle Verschweigen und Vergessen jüdischer Sportler in der Zeit des Nationalsozialismus.
Alle weiteren Informationen auf der Website der Schwaben Akademie Irsee.
Bilder:
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