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    08.09.2010 

    Deutsche für Umzug mit Urne

    Der Wunsch nach liberalen Bestattungsgesetzen wird größer

    63 Prozent der Bundesbürger würden es begrüßen, dass Urnen an einen anderen Bestattungsort verlagert werden könnten, wenn die Angehörigen umziehen. Die Bedenken der Friedhofsträger teilen die Befragten nicht, so das Ergebnis einer bundesweiten Erhebung durch TNS Emnid im Auftrag von Aeternitas e. V. (März 2010)

    Die Mehrheit der Bürger hält mit 58 Prozent sogar den Friedhofszwang für Urnenbestattungen für überholt. Viele Deutsche würden die Urnen ihrer Angehörigen lieber im privaten Umfeld aufstellen.

    Zum Hintergrund: Annähernd 60 Prozent der Bevölkerung legt Wert darauf, mehrmals im Jahr zum Grab der Angehörigen zu gehen, 16 Prozent besuchen sogar wöchentlich oder noch öfter den Friedhof. Das Bedürfnis, auch bei Umzug die Nähe zu den verstorbenen Angehörigen zu erhalten, wächst damit einhergehend in unserer mobilen Gesellschaft. Die verweigerte Umbettung einer Urne wird zunehmend als Beschneidung des Besuchsrechts und als Angriff auf die Totenfürsorge gewertet.


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