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Bremen: Kritik an neuer Leichenschau

Rechtsmediziner und Polizei halten geplante Regelung für unbrauchbar | | 0 Kommentare |


Ab August dieses Jahres soll in Bremen das Gesetz der neuen qualifizierten Leichenschau inkrafttreten. Rechtsmediziner und Polizei üben massive Kritik: Die neue Regelung sei "Irrsinn". Dies   berichtet der Weser-Kurier. Im Mittelpunkt der Kritik steht, dass es nicht verpflichtend sei, den Verstorbenen bereits am Fundort rechtsmedizinisch untersuchen zu lassen, sondern zum Beispiel erst im Bestattungsinstitut. Eine "qualifizierte Leichenschau" müsse laut Olaf Cordes, Leiter des Bremer Instituts für Rechtsmedizin, jedoch immer "in jedem Fall unverzüglich und vor allem am Auffindeort von einem Rechtsmediziner vorgenommen" werden. Nur so ergebe dies aus fachlicher Sicht überhaut Sinn. Er vermutet Kostengründe hinter der Aufweichung des ursprünglich geplanten Konzepts, wie der Weser-Kurier weiter berichtet.

Bereits 2014 hatte sich der Bremer Senat auf die Einführung der qualifizierten Leichenschau verständigt, um die Qualität der Leichenschau zu verbessern. Bisher werden der Tod und die Todesursache üblicherweise vom Hausarzt, Notarzt oder Arzt im Krankenhaus festgestellt. Nur bei begründetem Verdacht kommt es im Anschluss auch zu einer rechtsmedizinischen Untersuchung des Leichnams.

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