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Zuschläge für Auswärtige

Aeternitas hält Auswärtigenzuschläge für rechtswidrig

Weil Friedhöfe nicht verpflichtet sind, Auswärtige beizusetzen, berechnen manche Friedhofsverwaltungen zuweilen erhöhte Gebührensätze für die Bestattung von Auswärtigen - bis hin zum Doppelten. Als Auswärtige gelten in dem Fall Personen, die zum Zeitpunkt ihres Todes nicht Einwohner der Stadt bzw. Gemeinde sind, in der sie bestattet werden sollen. Aeternitas empfiehlt Ihnen, in solchen Fällen Einspruch einzulegen. Auswärtigenzuschläge sind nach Ansicht des Vereins ungerechtfertigt.

Höhere Friedhofsgebühren für Auswärtige verstoßen gegen den Gleichheitsgrundsatz. In Deutschland wird die Höhe von Gebührensätzen nach Art und Umfang der Nutzung einer öffentlichen Einrichtung durch den Bürger festgelegt. Nimmt ein Auswärtiger eine Grabstelle in Anspruch, unterscheidet sich das jedoch in Art und Umfang der Nutzung nicht von einem Einheimischen.

Die Befürworter von Auswärtigenzuschlägen argumentieren, ein einheimischer Verstorbener habe im Gegensatz zu einem Auswärtigen zu Lebzeiten mit seinen vor Ort gezahlten Steuern und Abgaben den jeweiligen Friedhof mitsubventioniert. Daraus leite sich die Rechtfertigung höherer Friedhofsgebühren für Auswärtige ab, die keinen finanziellen Beitrag geleistet haben. Friedhofsnutzer und damit Gebührenzahler ist jedoch nicht der Verstorbene selbst, sondern meistens ein Hinterbliebener. Nähme man die Argumentation der Befürworter auf, müssten die Auswärtigenzuschläge nicht vom Wohnort des Verstorbenen, sondern von dem des Gebührenzahlers abhängen.

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