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Baumbestattung

Baumbestattung
Bei der Baumbestattung wird die Asche in einer (meist) biologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt (manchmal auch ohne Urne im Erdreich verstreut). Sie können kein Grabmal aufstellen. Grabgestaltung und Blumenschmuck sind gewöhnlich nicht erlaubt. Beisetzungen unter Bäumen gibt es mit Namensnennung - üblicherweise in Form einer kleinen Plakette am Baumstamm - aber auch als anonyme Beisetzung.

Das Konzept stammt ursprünglich aus der Schweiz und wurde in Deutschland zum ersten Mal im Jahr 2001 von der Firma "FriedWald" in der Nähe von Kassel angeboten. Mittlerweile konkurrieren zahlreiche Anbieter von Baumbestattungen, zum Beispiel auch unter den Namen "RuheForst", "Ruhewald" oder "Trauerwald". Insgesamt gibt es circa 160 Bestattungswälder in ganz Deutschland (Stand 2017).

Darüber hinaus bieten auch immer mehr Friedhöfe Baumbestattungen an - entweder im vorhandenen Baumbestand oder unter eigens dafür gepflanzten Bäumen. Die Zahl geht hier bundesweit schon in die hunderte. Als Bezeichnung dafür haben sich zum Beispiel "Friedpark", aber auch "Urnenhai"n oder "Ruhehain" durchgesetzt.

Eine Weiterentwicklung der Baumbestattung ist die Beisetzung an anderen markanten Naturelementen innerhalb eines Bestattungswaldes - wie an einer Lichtung mit Strauchwuchs oder an einem Felsen. Zum Beispiel die Firma RuheForst bietet solche so genannten Ruhebiotope an.

Eine von Aeternitas zusammengestellte bundesweite Übersicht der Angebote für Baum- bzw. Naturbestattungen finden Sie unter  www.naturbestattungen-online.de.

 Vorsorgeinformationen zum Thema "Baumbestattung"

Urnen- bzw. Aschebeisetzungen unter Bäumen werden sowohl in eigens dafür ausgewiesen Bestattungswäldern als auch auf Friedhöfen angeboten. Diese Art der Beisetzung kann je nach Anbieter anonym (ohne Namensnennung), aber auch mit Namensnennung stattfinden, zum Beispiel auf einer Plakette am Baum.

Das Kostenspektrum reicht von günstig (z.B. für eine einzelne Grabstelle an einem "Gemeinschaftsbaum") bis hin zu hochpreisig (z.B. für einen groß gewachsenen Einzelbaum, einem "Familienbaum").

Grundsätzlich zu beachten ist: Mit der Entscheidung für die Baumbestattung entlasten Sie Ihre Angehörigen von der Verpflichtung zur Grabpflege. Allerdings besteht keine Möglichkeit, Trauer und Gedenken durch die Pflege eines Grabes Ausdruck zu verleihen. Auch ist die Ablage von Blumen, Grabschmuck oder ähnlichem üblichweise verboten, zumindest am Baum selbst.

Wünschen Sie eine Beisetzung in einem Bestattungswald, bedenken Sie, dass Grabbesuche aufgrund der ortsfernen Lage der Wälder möglicherweise erschwert werden. Besprechen Sie diesen Punkt möglichst mit Ihren Angehörigen (wenn vorhanden).


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