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Diamanten/Amulette/Schmuckstücke

Sie können aus einem - unterschiedlich großen - Teil der Asche Verstorbener Erinnerungsdiamanten herstellen lassen. Diese entstehen nach Angaben der Hersteller in einem mehrmonatigen Prozess. Dabei wird in mehreren Schritten erst Kohlenstoff aus der Kremationsasche extrahiert und anschließend unter hohem Druck und bei hoher Temperatur zu einem Diamanten gepresst. Es gibt auch Anbieter, die aus Haaren des Verstorbenen Erinnerungssteine herstellen.

Die Einfuhr des Diamanten nach Deutschland ist üblicherweise kein Problem, da dieser nicht mehr der geltenden Bestattungspflicht für Totenaschen unterliegt (in manchen Bundesländern ist die Rechtslage derzeit, 2017, umstritten). Totenasche, die nicht für die Herstellung des Diamanten benötigt wird, wird üblicherweise entweder im Ausland (zum Beispiel in der Schweiz, wo solche Diamanten hergestellt werden) beigesetzt oder nach Deutschland zurückgebracht und dann dort beigesetzt.

Den Diamanten können Sie zur Erinnerung an den Verstorbenen aufbewahren oder eingearbeitet in ein Schmuckstück tragen. Die Kosten für solche Diamanten hängen unter anderem von der Größe ab. Einige tausend Euro kommen hier schnell zusammen - ohne die sonstigen Kosten der Bestattung wie Sarg, Überführung, Einäscherung usw.

Wenn Sie die Asche des Verstorbenen immer bei sich tragen möchten, können Sie auch einen Teil der Asche in ein Amulett umfüllen lassen und zum Beispiel als Kette oder Armband tragen. Die übrige Asche können Sie dann in gewünschter Form beisetzen lassen. Diese Dienstleistung bieten mittlerweile auch viele Bestatter und Krematorien in Deutschland an - Juristen sind sich uneins, ob dies gegen geltendes Recht verstößt. Viele Argumente sprechen jedoch dafür, dass in dieser Hinsicht kein Problem besteht.

Angeboten werden mittlerweile auch Glasskulpturen mit einem Teil Asche (manche sprechen dabei auch von "Kristallbestattungen"). Mit verschiedenen Verfahren werden hierbei kleine Skulpturen/Schmuckstücke erstellt, in denen Glas und Asche verschmelzen und zum Beispiel aus der Asche im Glas ein Bild erstellt wird.

 Vorsorgeinformationen zum Thema "Diamanten/Amulette/Schmuckstücke"

Aufgrund des in vielen Ländern nicht vorhandenen Friedhofszwangs sind dort andere Verfahrenweisen mit der Asche Verstorbener möglich als hierzulande. Dazu zählt auch die Herstellung eines Diamanten aus (unterschiedlich großen) Teilen der Asche (wie es zum Beispiel in der Schweiz angeboten wird) oder das Aufteilen der Asche auf verschiedene Behältnisse wie zum Beispiel Amulette.

Da für die Totenasche (ebenso wie für den Leichnam) die Gesetze des Landes gelten, in welchem sich diese befindet, stehen die dort möglichen Formen der Beisetzung grundsätzlich auch Ihnen offen. Die notwendige Überführung der Asche ins Ausland ist problemlos umzusetzen. Bei einer möglichen Wiedereinfuhr herrscht dann allerdings deutsches Recht, das zum Beispiel die Aufbewahrung von Totenasche in einem Amulett nicht vorsieht. Für in Diamanten umgewandelte Totenasche gilt dies jedoch bisher nicht, diese unterliegen keiner Beisetzungspflicht mehr, auch wenn in einigen Bundesländern die Rechtslage umstritten ist.


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