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Ruhefrist/Nutzung


Die Ruhefrist beschreibt den Zeitraum, in dem ein Grab nicht neu belegt werden darf. Für die Zeit der Ruhefrist gilt die Totenruhe. Das bedeutet, Exhumierungen oder Umbettungen dürfen nur aus besonderen Gründen vorgenommen werden. Weitere Beisetzungen in einem Wahlgrab sind jedoch möglich, zum Beispiel weil Särge nebeneinander oder übereinander beigesetzt werden.

Die Länge der Ruhefrist ist in der Satzung des jeweiligen Friedhofs festgelegt. Sie orientiert sich insbesondere an den Bodenverhältnissen. Abhängig von diesen ist der Zeitraum, innerhalb dessen eine Grabstätte eine ausreichende Verwesung des Leichnams garantiert. Auch soll die Ruhefrist eine angemessene Zeit der Totenehrung ermöglichen.

Ruhefristen gelten sowohl für Urnen/Totenasche als auch für Särge/Leichname. Manche Landesbestattungsgesetze schreiben hier einheitliche Ruhefristen vor, andere ermöglichen verschiedene. Üblich sind zwischen 10 und 30 Jahren.

Bei Reihengräbern entspricht die Ruhefrist meist der Nutzungsfrist, bei Wahlgräbern ist die Nutzungsfrist häufig länger als die Ruhefrist und kann - im Gegensatz zum Reihengrab später verlängert werden.

Mit dem Nutzungsrecht erwerben Sie - zeitlich befristet - das Recht, eine Grabstelle zu nutzen. Die Dauer legt wiederum die Friedhofssatzung fest. Der Zeitraum entspricht mindestens der Ruhefrist, kann aber auch länger sein.

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