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Pflegefrei

Pflegefrei
Pflegefrei organisierte Grabarten

Bei der anonymen Beisetzung wird die Asche der Verstorbenen ohne Kennzeichnung einer individuellen Grabstelle beigesetzt. Meistens geschieht das auf Rasenfeldern, vermehrt auch in Urnengemeinschaftsanlagen. Auch Seebestattungen werden meist anonym durchgeführt. Hier entfällt naturgemäß die Grabpflege.

Grababdeckende Steinplatten sind nicht auf jedem Friedhof erlaubt, da sie letztlich Teile des Friedhofs versiegeln und eine Versickerung von Regenwasser nicht zulassen. Die vollabdeckende Grabplatte minimiert zumindest den Pflegeaufwand auf die überschaubare Pflege des Steins. Darunter und darauf wächst nun einmal nichts mehr.

Die Gestaltung und Unterhaltung bestimmter Grabfelder wird zentral organisiert. Gemeinschaftsgäber zum Beispiel besitzen vielfach zentrale Erinnerungszeichen auf denen die Namen der Verstorbenen in diesem Grabfeld angebracht sind. Das individuelle Grabmal und damit auch dessen Pflege sowie die Verantwortung für die Grabmal-Standsicherheit entfallen für die einzelnen Hinterbliebenen. Friedhof bzw. Friedhofsgärtnergenossenschaften kümmern sich dauerhaft um einen guten Zustand der gesamten Anlage. Trauergarten, Memoriamgarten oder "Orte die gut tun" weisen auf Konzepte hin, die in den Kontext der Gemeinschaftsgräber gehören.
Beispiele von Gemeinschaftsgräbern finden Sie auf unserer Website unter www.gemeinschaftsgrab.de

Kolumbarien, die Urnenwände mit Kammersystem sind Bauten, deren Gestaltung und Pflege dem jeweiligen Friedhof unterliegen. Eine Mitwirkung der Hinterbliebenen ist nicht vorgesehen. Selbst das Ablegen von Blumen ist bei einigen Kolumbarien nicht erwünscht. Wer also diese Alternative wählt, sollte ganz sicher sein, dass er die Grabpflege nicht als notwendig für seine Trauer erachtet.

Grabeskirchen sind ehemalige Gemeindekirchen, die zu Grabstätten für Urnen umgebaut wurden. Die einzelnen Urnengräber sind (meist als Kolumbarien) in die Architektur des Kirche integriert. Der "Indoor-Bestattungsplatz" bietet Schutz vor Regen, Schnee und Sturm. Eine Pflege ist im Grunde nicht nötig - aber auch nicht möglich.

Das Konzept des Ewigkeitsbrunnens sieht die Urnenbestattung in einer unterirdischen Kaverne vor. Oberirdisch betont die Architektur mit der Anmutung eines Brunnens zentral den Bestattungsplatz, in dessen Pflastersteine die Namen der Verstorbenen eingestrahlt sind. Die Anlage wird komplett vom jeweiligen Anbieter gepflegt. Ritualflächen, z.B. zur Ablage von Blumen sind vorgesehen.

Grabstellen, bei denen Urnen in einer Rasenfläche bestattet werden, nennt man Rasengräber. Die Grabstellen sind vielfach nur durch ebene Stein-Namensplatten gekennzeichnet. Die Gräber werden zur Pflege des Rasens mit dem Rasenmäher überfahren.

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