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Auftragnehmer

Legen Sie selbst fest, welche Unternehmen im Rahmen Ihrer Bestattung tätig werden sollen. Im Mittelpunkt steht dabei der Bestatter, aber vielleicht möchten sie zum Beispiel auch einen bestimmten Gärtner oder Steinmetzen beauftragen. Zu Lebzeiten haben Sie die Möglichkeit, durch Erfahrungen mit Bestattungen anderer oder durch persönliche Beratungsgespräche verschiedene Betriebe kennen zu lernen, denen Sie zutrauen, Ihre Wünsche angemessen umzusetzen.

Die Auswahl eines Bestatters für einen Bestattungsvorsorgevertrag ist eine Vertrauensfrage. Nutzen Sie daher die Gelegenheit, sich bei verschiedenen Bestattern persönlich zu informieren. Es sollte dabei selbstverständlich sein, dass Ihnen ein Beratungsgespräch angeboten wird. Sie können die Wahl des Bestatters bzw. die Einzelheiten der Bestattung natürlich auch später den Hinterbliebenen überlassen.

Sprechen Sie Ihre Wünsche, die Angebote des Bestatters und die Kosten durch. Den Bestattungsauftrag erteilen Sie schriftlich, Basis sollte immer ein schriftliches Angebot im Rahmen eines transparenten Kostenvoranschlags sein. Im Bestattungsvorsorgevertrag können Sie dann die verschiedenen Details festlegen. Achten Sie eventuell auch darauf, ob und welche Subunternehmer mit verschiedenen Leistungen wie zum Beispiel dem Blumenschmuck beauftragt werden sollen.

Mehr detaillierte Informationen finden Sie in den folgenden Artikeln (einfach anklicken oder runterscrollen):

 1. Kostenvoranschlag
 2. Bestattungsauftrag
 3. Bestattungsvorsorgevertrag

1. Kostenvoranschlag

Ein schriftlicher Kostenvoranschlag ist bei einem guten Bestatter selbstverständlich. Trauen Sie sich nachzufragen, wenn Sie etwas nicht verstehen oder wenn Ihnen nicht klar ist, was ein bestimmter Posten bedeutet. Achten Sie darauf, dass der Kostenvoranschlag in allen Punkten verständlich und transparent ist. Überprüfen Sie, ob der Endpreis alle Leistungen enthält - inklusive Mehrwertsteuer - oder ob weitere Kosten anfallen, zum Beispiel für Friedhofsgebühren. Wenn Sie sich nicht sicher sind, nehmen Sie den Kostenvoranschlag mit nach Hause und prüfen ihn dort in Ruhe, bevor Sie die Bestattung in Auftrag geben.

Sollte es später bei der Rechnung zu Problemen kommen, wird der Kostenvoranschlag zur wichtigen Grundlage für Ihre Beschwerde.

2. Bestattungsauftrag

Überlegen Sie bei einem Bestattungsauftrag stets, wie viel Freiheit Sie dem Bestatter bei einem solchen Auftrag einräumen. Je mehr Details Sie festlegen, umso eher lassen sich spätere Unstimmigkeiten oder Missverständnisse vermeiden.

Im Bestattungsauftrag beauftragen Sie das Bestattungsinstitut mit der Durchführung und Abwicklung Ihrer Bestattung. Dazu gehören meist auch alle damit verbundenen Beisetzungsangelegenheiten, Behördengänge, andere Formalitäten sowie das Anfordern und Kündigen von Verträgen und Versicherungen, insbesondere dem Anfordern von Sterbegeldversicherungen, falls Sie das nicht selbst erledigen möchten.

Sie bestimmen die Art der Bestattung bzw. Beisetzung und wählen möglicherweise auch schon den Friedhof bzw. einen anderen Beisetzungsort aus. Sonderwünsche sollten Sie ebenso schriftlich formulieren wie Ihre Vorstellungen von der Trauerrede bzw. Ansprache. Falls schon ein Grab vorhanden ist, sollte das im Auftrag festgehalten werden. Soll ein neues Grab gewählt werden, können Sie auch hier Ihre Wünsche schriftlich festhalten lassen.

Geben Sie nur das in Auftrag, was Sie wirklich für nötig halten. Achten Sie auf Transparenz bei den Preisen und darauf, dass alles schriftlich und vor allem eindeutig fixiert wird.

3. Bestattungsvorsorgevertrag

Da bei den Bestattungsvorsorgeverträgen die vereinbarte Gesamtsumme für die Bestattungskosten in der Regel im Voraus entrichtet werden muss, sollten Sie darauf achten, dass das Geld nicht beim Bestatter selbst, sondern bei einer so genannten Treuhandstelle hinterlegt wird, wo es bis zum Eintritt des Todesfalls verzinslich angelegt wird. Das verhindert im Übrigen, dass bei einer Insolvenz des Bestatters auch Ihr Geld verloren wäre. Möglich ist auch, eine Sterbegeldversicherung mit dem Bestatter als Empfänger der Auszahlung abzuschließen. Darüber hinaus kann der Betrag unter Umständen auch auf einem Sparbuch mit Sperrvermerk zu Gunsten des Bestatters hinterlegt werden.

Der Bestatter verpflichtet sich, nach dem Versterben des Vertragspartners die Bestattung in der vereinbarten Form durchzuführen. Einen Anspruch auf Bezahlung hat der Bestatter aber erst dann, wenn er die Bestattung im vereinbarten Umfang auch tatsächlich durchgeführt hat.

Der Vorsorgevertrag mit dem Bestatter bietet ein hohes Maß an Sicherheit (keine Auflösung durch das Sozialamt bis zur einer angemessenen Höhe), aber wenig Flexibilität. Bei einem Wohnortwechsel muss der Vertrag gelöst, zumindest abgeändert werden. In der Regel fallen Kündigungsgebühren an. Achten Sie deshalb im Vertrag auf eine entsprechende, möglichst kostenneutrale Kündigungsregelung.

Wegen allgemeiner Preissteigerungen ist der Wunsch des Bestatters nach Kostenanpassungen legitim, da die Verträge zu aktuellen Preisen geschlossen werden und bis zur endgültigen Leistungserbringung noch viele Jahre mit gegebenenfalls erheblicher Inflation vergehen können. Manche vorgefertigten Formulare für Bestattungsvorsorgeverträge enthalten daher Klauseln, in denen sich das Bestattungsunternehmen Preiserhöhungen vorbehält. Solche Klauseln sind nur dann zulässig, wenn sie klar und ausgewogen gestaltet sind. Sie müssen genau beschreiben, aus welchen Gründen die Preise erhöht werden können. Klauseln, die dem Bestatter Preiserhöhungen nach freiem Belieben gestatten, sind unwirksam, ebenso solche, die keine nachvollziehbaren Begrenzungen enthalten. Die Interessen des Kunden sind in jedem Fall zu berücksichtigen, was auch in der gesamten vertraglichen Regelung zum Ausdruck kommen muss.

Jede Preisänderung kann Anlass sein, den Bestattungsumfang zu ändern und eventuellen neuen Verhältnissen anzupassen, um so zum Beispiel Verteuerungen zu vermeiden. Aber auch sonst kann der Vertrag in Einverständnis mit dem Bestatter geändert werden, wenn sich die Bestattungswünsche ändern.

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