Startseite | Bestattungsthemen vor dem Hintergrund von Ökologie und Nachhaltigkeit | Bestattungsformen

Bestattungsformen

Auch den letzten Schritt mit gutem Gewissen gehen 
Bestattungsarten Es gibt bei uns zwei klassische Bestattungsformen: die Erdbestattung und die Feuerbestattung. Aus ökologischer Sicht ist es natürlich für beide Formen ungünstig, dass jeweils ein menschlicher Leichnam in seine Bestandteile zersetzt werden muss. Das kostet Energie und birgt Umweltrisiken. Es sind eben nicht nur ganz natürliche Bestandteile die im Laufe eines Lebens im Körper angesammelt wurden, sondern auch Schwermetalle und giftige Cocktails aus Medikamentenrückständen.

In Deutschland gibt es strenge Regelungen, um die Umweltverträglichkeit des Todes zu gewährleisten. So wurde festgelegt, aus welchen Materialien ein Sarg bzw. eine Urne bestehen kann oder wo ein Verstorbener überhaupt seine letzte Ruhestätte finden darf. Die Trinkwasserverordnung gibt hier beispielsweise einen festen Rahmen vor.

Eines vorweg: Welche der beiden klassischen Bestattungsformen nun die ökologisch Wertvollere ist, kann hier nicht eindeutig entschieden werden. Sind die Emissionen einer Kremation inzwischen zwar recht unbedenklich, so fordert die Verbrennung jedoch einen hohen Energieeinsatz. Die Filterrückstände müssen zudem als giftiger Sondermüll endgelagert werden. Die Erdbestattung hingegen belastet die Erde direkt mit Schwermetallen und Medikamentenrückständen und kann so zu einer Gefahr für das Grundwasser werden.

Inzwischen wird weltweit an neuen, umweltfreundlichen Bestattungsverfahren getüftelt - Stichworte sind "Promession" und "Resomation". Ob diese auch den Pietätsvorstellungen unserer Gesellschaft entsprechen und damit eine Akzeptanz erlangen, bleibt fraglich.


 

Bewertung: 224 Leser fanden den Artikel hilfreich.
Klicken Sie bitte links auf auf den Button, wenn Ihnen der Artikel hilfreich erscheint.