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Bestattungsorte: Die Baumbestattung

Ist der Wald eine ökologische Alternative? 
Trauerhain "Warum wollen Menschen im Wald bestattet werden? Jana Gieß, zuständig für das Marketing bei der Friedwald GmbH, muss nicht lange überlegen. Der Umweltgedanke spiele keine große Rolle, vielmehr sei der Wald für viele Menschen ein Ort, der ihnen Trost spende." [1]

Der Wald bietet als Bestattungsort sicher keine ökologischeren Rahmenbedingungen als ein Friedhof. Er dokumentiert allenfalls eine gewisse Naturverbundenheit des Verstorbenen. Der Slogan "Naturnahe Bestattung" bezieht sich also eher auf eine räumliche Nähe zur Natur, im Gegensatz zum oft urbanen Umfeld eines Friedhofs. Da der Wald wirtschaftlich genutzt wird, ist auch immer eine Abwägung zu den ökologischen und sozialen Waldfunktionen notwendig.
Ob Totenasche für den Wald ökologisch bedenklich ist, wird kontrovers diskutiert. Die Auseinandersetzung zeigt im Laufe der Jahre immer mehr die Züge eines Interessenstreits zwischen Betreibern von Bestattungswäldern und Gewerken, die durch die Wälder ihre Einkünfte in Gefahr sehen, wie etwa die Steinmetze.[2] Wäre bei erwiesener Giftigkeit Totenasche auf städtischen Friedhöfen eigentlich besser aufgehoben?
Übrigens bieten Friedhöfe mit Baumbestand inzwischen auch vielfach Baumbestattungen an. Eine gute Übersicht zu den Baumbestattungsmöglichkeiten bietet Aeternitas unter www.naturbestattungen-online.de

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  1. Greenpeace-Magazin: www.Greenpeace-magazin.de, abgerufen am 10.12.2015.
  2. Badische Zeitung: Bizarrer Streit: Tickt in den Friedwäldern eine Ökozeitbombe?, abgerufen am 10.12.2015.
  3. Weitere Informationen: "Urnenasche - Gefahr für Boden und Grundwasser?" - Expertenvorträge einer Tagung der "Deutsche Bundesstiftung Umwelt" im Januar 2016


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