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Mehr Freiheit für Bürger oder Wirtschaftsunternehmer?

Das neue Bestattungsgesetz NRW | 26.08.2002 |

Im nordrhein-westfälischen Bestattungsgesetz geht es aus Sicht der Bürger nicht um Trauer, Trost und einen geglückten letzten Abschied, sondern um Ordnung, Funktion und auch um eine Menge Umsatz auf und rund um die Friedhöfe.

Das neue Gesetzt räumt dem Verbraucher mehr Freiheit ein, überträgt ihm aber auch mehr Eigenverantwortung. Im günstigen Fall werden die neuen Regelungen für den Verbraucher mehr Wettbewerb, höhere Preistransparenz und attraktivere Angebote bringen.
Für die Gewerke wird der Wettbewerb belebter, jahrzehntealte Pfründe werden beschnitten. Auf dem Markt werden sich Angebot und Nachfrage direkter begegnen und entsprechen können.

Von großer Wichtigkeit ist es jedoch, dass auch der Gesetzgeber hier weiterhin die Möglichkeit zu einer wirksamen Kontrolle behält, damit der kulturelle Wert der Friedhöfe und der Bestattungskultur unter den Bedingungen der Liberalisierung nicht verloren geht.

Die Regelungen zur Liberalisierung des Bestattungsmarkts müssen eine ausgleichende Gerechtigkeit bewirken. Die Liberalisierung der Trägerschaft der Friedhöfe geben den Wirtschaftsunternehmen mehr Freiheit. Im Gegenzug ist eine Liberalisierung des Friedhofszwangs unumgänglich. So dass auch der Verbraucher mehr Freiheit - für Wahl und Entscheidung auf dem Bestattungsmarkt erhält. Die parlamentarischen Beratungen haben begonnen und werden bis zur Verabschiedung des Gesetzes Ende des Jahres an Hektik zunehmen. Es lohnt sich genau hin zu hören, denn es geht uns alle an. Es wird über unsere Freiheit entschieden. Um mehr Freiheit durch Beendigung des Friedhofszwangs oder die weitere Freiheitsbegrenzung durch die Pflicht zur Urnenbestattung auf Friedhöfen; dann gegebenenfalls nicht nur auf öffentlichen, sondern auch auf privaten Friedhöfen.

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