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Hohe Friedhofsgebühren in vielen bundesdeutschen Kommunen

Aeternitas und der Bund der Steuerzahler fordern Maßnahmen für die Transparenz | 13.10.2003 |

Die Gebührenschraube auf den Friedhöfen dreht sich scheinbar unaufhaltsam nach oben. Was die Bürger zu Recht als Grund vermuten sind folgende Aspekte:

  • Kommunen haben zu große Friedhöfe, die Überhangflächen nehmen immer mehr zu.
  • Die Bodenwerte, also Friedhofsquadratmeterpreise, werden höher als ihr Anschaffungswert berechnet und liegen eher beim Verkehrswert einer städtebaulich genutzten Fläche.
  • Der Zinssatz für das eingesetzte Kapital beträgt acht Prozent, obwohl der heutige Kapitalmarkt mit weitaus niedrigeren Sätzen rechnet.
  • Städte reduzieren die Gebührenbescheide nicht mehr um den städtischen Grünwert der Friedhöfe wie früher in Höhe von 20 - bis 35 Prozent.
  • Der Denkmalschutz wird den Friedhofsnutzern angelastet, anstatt ihn über den öffentlichen Haushalt auf alle Bürger der Stadt zu verteilen.
  • Kommunen nutzen ihre "Monopolstellung" dort aus, wo keine kirchlichen Friedhöfe oder privaten Krematorien als Mitbewerber Konkurrenz machen.
Aeternitas, die Verbraucherinitiative Bestattungskultur aus Königswinter, ist bundesweit der einzige unabhängige Verbraucherexperte für Friedhofsgebühren und Bestattungskosten.
Gemeinsam mit dem Bund der Steuerzahler (der verschiedenen Bundesländer) bringt Aeternitas eine Grundlagenstudie zur Kalkulation von Friedhofsgebühren heraus, die in keinem Friedhofamt fehlen sollte. Mit der Veröffentlichung der neuesten Studie für Nordrhein-Westfalen im Oktober 2003 fordern Aeternitas und der Bund der Steuerzahler NRW, dass
  • die Kommunen eine Gebührenkontrolle durch einen unabhängigen Experten zulassen.
  • eine Publizitätspflicht für Gebührenberechnungen und abschlüsse zur Pflicht erheben.
  • eine Besserstellung aller betroffenen Bürger im Falle eines verlorenen Gebührenrechtsstreits garantiert wird.
Alle Gemeinderatsmitglieder in NRW sollten die Gebührenhaushalte mit besonderer Aufmerksamkeit mit Hilfe der Aeternitas-Gebühren-Checkliste prüfen oder durch unabhängige Wirtschaftsprüfer-Gesellschaften oder die Gemeindeprüfungsanstalt prüfen lassen. Die Studie kann auf der homepage von Aeternitas heruntergeladen werden.