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Die Birke

Ein Maibaum für Verliebte und Trauernde | 26.04.2004 |

Pressemitteilung 2 / 4 / 2004
Königswinter (Aeternitas) 26. April 2004

Lang aufgeschossen, bis zu zehn Meter hoch, ragt der weiße Stamm unter dem Gewirr der flirrenden grünen Blätter in den Himmel. Bunte Krepppapierbänder schmücken die Krone. Der Maibaum für die Angebetete. In der Nacht zum ersten Mai ziehen die Jungen meist in Gruppen umher, um den Maibaum zu besorgen und ihn der Freundin vor das Haus zu setzen. Ein Brauch, der bis heute nichts von seinem Charme verloren hat. Obwohl heute ausschließlich Birken verwendet werden, galt eine Zeitlang auch die geschmückte Tanne als Zeichen der Liebe und Zuneigung. Man sieht sie heute in Dörfern noch als großen Maibaum auf dem zentralen Platz über die Häuser ragen.

Symbol für den Neubeginn und die Liebe
Licht und heiter ist der Grundcharakter der Birke (lat. Betula pendula). Seit frühesten Zeiten gilt die Birke als Baum des Lebens. Sie trotzt der Kälte und vermehrt sich auch ohne Befruchtung außerordentlich gut über einfache Keimung. Aufgrund ihrer Widerstandskraft, zusammen mit der Fruchtbarkeit und ihrer vielseitigen Verwendbarkeit von Blatt, Rinde und Stamm wird sie von den Menschen sehr geschätzt. Nicht zuletzt wegen ihrer Heilkraft. Die jungen Blätter wirken als Aufguss harntreibend und finden ihren Einsatz in Tees bei Frühjahrskuren und Nierenentzündungen. Die Birke ist einer der ersten Bäume, die grün werden und so steht sie als Zeichen für den Frühling und den Neubeginn.

Grüner Schmuck für das Grab
Aus der Symbolsprache der Birke schöpfen Trauernde Trost. Der Anblick der zarten grünen Blättchen über dem weißen himmelwärts strebenden Stamm gibt Hoffnung auf den Neubeginn, der auf die Trauer folgt. Zwar ist die Birke als Bepflanzung für das einzelne Grab aufgrund ihrer Größe nicht geeignet, aber ein Frühlingsstrauß lässt sich mit austreibenden Birkenreisern schön gestalten. Auch für die naturnahe "Baumbestattung" ist die Birke mit ihrer ästhetischen Gestalt ideal. Bei dieser neuen Bestattungsform wird die Urne im Wurzelbereich des Baumes beigesetzt. Fast jeder fünfte Deutsche wünscht sich eine Baumbestattung oder Ascheverstreuung, wie eine neue Aeternitas/EMNID-Studie zeigt. Die Grabpflege übernimmt die Natur, das Grabmal bildet der Baum an dem ein kleines Schild den Namen und die Lebensdaten des Verstorbenen nennt. "Friedpark" oder "Trauerhain" heißen diese modernen Grabfelder aus Bäumen auf den Friedhöfen. Eine Online-Landkarte auf der Homepage www.aeternitas.de zeigt die Friedparke und Friedwälder in Deutschland.

[Abdruck kostenfrei mit Quellenangabe]

Ansprechpartner
Alexander Helbach, Tel. 02244/925385, Fax 02244/925388, alexander.helbach@aeternitas.de