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Stichtag 15. Mai - 70 Jahre Feuerbestattungsgesetz

Pressemitteilung von Aeternitas | 12.05.2004 |

Pressemitteilung 1 / 5 / 2004
Königswinter (Aeternitas) 12. Mai 2004

Der Beschluss des Feuerbestattungsgesetzes am 15. Mai 1934 setzte die Kremation und anschließende Beisetzung der Urne rechtlich der Erdbestattung gleich. Damit war das Verbot der Feuerbestattung durch Karl den Großen aus dem 8. Jahrhundert erstmals offiziell wieder aufgehoben.

Heute gilt das Gesetz noch in den Bundesländern Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Alle anderen haben mittlerweile eigene Bestattungsgesetze erlassen, die auch die Feuerbestattung regeln. Den liberalsten Umgang mit der Asche bietet Nordrhein-Westfalen.

Über 40 Prozent der Bundesbürger möchten sich kremieren lassen. Die "saubere" Entsorgung des Körpers und die geringeren Kosten sind die ausschlaggebenden Gründe für die Wahl. Vor allem durch kleinere Grabsteine und einfache Grabpflege der kleinen Urnengräber lässt sich sparen.

Aeternitas, die Verbraucherinitiative Bestattungskultur aus Königswinter, prognostiziert eine weitere Zunahme der Kremationen in den kommenden Jahren. Dabei werden neue Grab- und Beisetzungsformen wie Gemeinschaftsgräber oder das Ascheverstreuen eine Rolle spielen.

"Die Friedhofsverwaltungen müssen sich auf weniger Flächenbedarf einstellen. Urnengräber brauchen nicht so viel Platz", mahnt Hermann Weber, Vorsitzender des Verbrauchervereins. "Eine Umnutzung der brachliegenden Grabfelder ist zwingend, sonst entstehen hohe Pflegekosten. Und die werden nur zu gerne auf die Bürger abgewälzt." Abdruck kostenfrei bei Quellenangabe Aeternitas e.V., Belegexemplar erbeten.
Weitere Informationen zu gesetzlichen und finanziellen Fragen auf Anfrage.

Ansprechpartner:
Alexander Helbach, Tel. 02244/925385, Fax 02244/925388, alexander.helbach@aeternitas.de Weitere Presse-Informationen stehen für Sie im Internet www.aeternitas.de.