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Gladbeck - Geburtsstadt moderner Gemeinschaftsgräber

Eine Alternative zu anonym war das Ziel | 28.10.2004 |

Mit einer zündenden Idee hat die Stadt Gladbeck auf den sinkenden Verkauf von gepflegten Einzelgräbern geantwortet. Gemeinschaftsgräber in Einzellage mit Komplettpreis für Grab, Grabmal und Grabpflege in Höhe von 2 259 Euro. Die anfängliche Kritik der verschiedenen Branchenvertreter wurde überstimmt durch die enorme Akzeptanz in der Bevölkerung. Aeternitas, die Verbraucherinitiative Bestattungskultur, sieht ein bundesweites Interesse für das moderne Angebot als Alternative zur anonymen Bestattung.

Ausgangssituation Gladbeck 1998: Die anonymen Bestattungen nahmen deutlich zu. Der Wunsch zu Billigbestattung wurde als Ursache ausgemacht. Klagen über sinkende Ausgaben für Bestattungen, Grabgestaltung und Grabmal aus den Reihen der Gewerke haben das bestätigt. Die Folge für die Friedhöfe waren zunehmend freie unbelegte Flächen und sinkende Einnahmen. Ein wirtschaftliches Risiko für den kommunalen Haushalt und ein Verlust von Trauermöglichkeit für die Bürger.

Als Lösung entdeckte Gladbeck die Gemeinschaftsgräber im Komplettangebot von Stein und Grabpflege. Eine niedrige Heckenbepflanzung verbindet die Grabstätten am Kopfende, wo schlanke Stelen die pro Grabfeld identischen Namensplatten tragen. Die Errichtung und Pflege übernimmt die Stadt. Bereits nach einem halben Jahr waren die ersten 100 Grabstellen schon verkauft. Die Zahl der anonymen Beisetzungen hat sich reduziert auf 18 Prozent von ehemals 34 Prozent. Für die Friedhöfe Gladbecks wurden bisher 1 000 Gräber vor der Anonymität gerettet. Ein eindeutiger Erfolg für die Stadt und die Bürger, die ihre Bereitschaft unter Beweis gestellt haben, dass sie für neue zeitgemäße Formen der Grabgestaltung auch mehr Geld ausgeben.

Mit neuer Kreativität zur weiteren Verschönerung "Ganz sicher sind die Gladbecker Bürger zur weiteren Verschönerung der Friedhöfe bereit, wenn das Angebot kreativ ausgebaut wird", erklärt Hermann Weber, Vorsitzender der Verbraucherinitiative Aeternitas in Kenntnis der bundesweiten Entwicklungen. Dem stimmt Bernhard Schregel, Fachbereichsleiter Grünflächenunterhaltung, zu und verrät erste eigene Überlegungen für neue Gestaltungsideen nach einem Blick in die von Aeternitas erstellte "Musterkollektion Gemeinschaftsgrab", eine Sammlung schöner, erfolgreicher und fachlich versierter Gemeinschaftsgräber aus dem Bundesgebiet. Eine neue Stelenform hat Gladbeck bereits gefunden, bei den Pflanzen kommen vielleicht Stauden in Betracht.

Die Suche nach einer neuen Gladbecker Initiative gilt nicht dem Superlativ. Der Erfolg muss sich immer am Interesse der Bürger messen lassen, und der wird bei seiner Grabwahl für optionale Angebote dankbar sein. Gladbeck hat ein neues Ziel, die Erfolge der ersten Initiative zu toppen mit einer noch schöneren, qualitativ und preislich akzeptablen Alternative. Im Jahr 2005 steht für die Bürger ein neues Gemeinschaftsgrabfeld zur Verfügung.

Abdruck honorarfrei mit Quellenangabe Aeternitas e.V., Belegexemplare bitte an Aeternitas e.V.

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