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Forderung nach bundeseinheitlichen Standards

Aeternitas e.V. zum Thema Sozialbestattungen | 17.09.2007 |

Die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas e.V. fordert bundeseinheitliche Standards für die Gewährung von Leistungen bei Sozialbestattungen. Anzustreben ist eine freiwillige Selbstverpflichtung der Sozialhilfeträger. Nur so kann ein menschenwürdiger Abschied für sozial Schwache garantiert werden. Die bisherige Praxis missachtet in vielen Fällen diesen berechtigten Anspruch. Doch der Sozialstaat endet nicht bei der Beisetzung, Sozialstaat heißt auch Sozialbestattung.

Viele Bestatter weigern sich, Aufträge von hilfsbedürftigen Bürgern anzunehmen, da sie in der Vergangenheit ihre Kosten nicht ersetzt bekamen. Festgelegte Mindeststandards und eine schnelle Bearbeitung der Anträge durch die Behörden sind im Interesse der Hinterbliebenen dringend erforderlich. Die Gewerke rund um den Friedhof haben sich die Bewahrung der Bestattungskultur auf die Fahnen geschrieben. Sie sind aufgefordert, an einer Lösung mitzuarbeiten. Ein Mindestmaß an Bestattungskultur, an Pietät und Menschlichkeit, muss auch für Bedürftige gelten, die die Kosten nicht selbst tragen können.

Bestattungen verursachen - auch in einfacheren Varianten - Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro. Können diese Kosten weder durch ein Erbe gedeckt noch durch die Hinterbliebenen aufgebracht werden, muss das Sozialamt einspringen. Der Gesetzgeber sieht für diesen Fall vor, dass die "erforderlichen Kosten" für ein "einfaches, ortsübliches Begräbnis" getragen werden. Diese unscharfen Regelungen werden in den Gemeinden wegen des fehlenden einheitlichen Leistungskatalogs unterschiedlich und häufig zum Nachteil der Hinterbliebenen ausgelegt.

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