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Gebührenfinanzierung der kommunalen Friedhöfe beschäftigt die Gerichte

Aeternitas e.V. zum Grünwert der Friedhöfe | 15.04.2008 |

Grabbesitzer bezahlen auf den kommunalen deutschen Friedhöfen mit ihren Gebühren nicht nur die Beisetzung und das Grab, sondern auch die Kosten für Naherholung, Klimaqualität und Denkmalschutz. Diese Kosten können bis zu 30 Prozent des Friedhofsbudgets betragen und sollen nicht durch Gebühren getragen werden. Viele Bürger klagen vor Gerichten wegen überhöhter Gebühren. Das derzeitige Finanzierungsmodell muss reformiert werden.

Bis zu 30 Prozent beträgt der Aufwand für die Wohlfahrtswirkung der kommunalen deutschen Friedhöfe. Der Kulturbeitrag und der Wert als Klima- und städtischer Naherholungsraum sind unumstritten. Bezahlt werden sie von den Grabstellenbesitzern. Immer mehr Friedhofsnutzer empfinden das als ungerecht und klagen dagegen. Die Chancen vor Gericht sind immer dann gut, wenn mit der Gebührenrechung mehr in Rechnung gestellt wird als die Kosten der Bestattung und des Graberwerbs.

3,2 Milliarden Euro fließen jährlich anlässlich von 820.000 Todesfällen in Deutschland an die Friedhofsträger. Die Spannweite der Friedhofskosten pro Sterbefall liegt zwischen 1.000 und 8.000 Euro, je nach Bestattungs- und Grabart. "Nötig ist eine klare Trennung von über Gebühren und von kommunal zu finanzierenden Leistungen", so Hermann Weber, Vorsitzender der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas e.V. Von Aufwendungen für Wohlfahrt, Grünwert und Erholung sind die Friedhöfe zu entlasten. Führende deutsche Friedhofsverwaltungen wie zum Beispiel in Karlsruhe streben an, die Bürger durch niedrigere Gebühren zu entlasten und die Attraktivität der Friedhöfe zu erhöhen. Diese Trendwende sollten andere nicht verpassen.


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