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Grabgebühren werden immer teurer

Aeternitas Studie ergibt: Anstieg seit 2005 im Schnitt um 300 Euro | 23.10.2008 |


Friedhofsnutzer haben seit 2005 bei Grabgebühren Steigerungen von durchschnittlich 300 Euro hinnehmen müssen. Das ergibt eine Untersuchung von 830 Friedhöfen in ganz Deutschland, durchgeführt von Aeternitas e.V., der Verbraucherinitiative Bestattungskultur.

Aeternitas beobachtet bei drei Viertel der untersuchten Friedhöfe Gebührensteigerungen. Besonders deutlich fallen die Erhöhungen der letzten drei Jahre bei den Erdgräbern mit durchschnittlich 354 Euro aus. Urnengräber verteuerten sich durchschnittlich um 247 Euro.

Auf den von Aeternitas erfassten Friedhöfen werden annähernd 40 Prozent aller Bestattungen in Deutschland durchgeführt. Anlass der Studie war die Aktualisierung der Aeternitas-Gebührendatenbank auf der Website www.aeternitas.de. Hier kann jeder online nach den Gebühren seiner Stadt suchen oder sich über die Gebührenhöhe auf vergleichbaren Friedhöfen informieren.

Über zwei Drittel der Bundesbürger wollen nicht mehr als 5.000 Euro für eine komplette Bestattung ausgeben. Auf einzelnen Friedhöfen erwarten die Bürger jedoch mehr als 5.000 Euro allein an Gebühren, ohne dass Bestatter, Trauerfeier, Grabmal und Grabpflege bezahlt wären. Die Grabgebühren für Erdreihengräber liegen bei 80 Prozent der Friedhöfe zwischen 540 und 2.235 Euro. Für 80 Prozent der Erdwahlgräber fallen Grabgebühren in Höhe von 789 bis 3.145 Euro an. Urnengräber liegen auf einem günstigeren Niveau.

"Der dauernde Anstieg der Grabgebühren belegt die Notwendigkeit einer Reform der Friedhofsfinanzierung", so Hermann Weber, Vorsitzender von Aeternitas. In den Friedhofsgebühren sollten ausschließlich Aufwendungen für Grablegung, Trauerhallennutzung und Grab enthalten sein. Die Gebührenzahler finanzieren jedoch zusätzlich die Instandhaltung und Pflege von Friedhofsflächen, die nicht mehr für Bestattungen benötigt werden. Diese Freiflächen resultieren unter anderem aus überdimensionierten Planungen in der Vergangenheit und dem Trend zu Platz sparenden Urnengräbern. Freiflächen und der Wert der Friedhöfe für Naherholung, Klimaqualität und Denkmalschutz ziehen die Forderung nach höheren Zuschüssen aus den öffentlichen Haushalten nach sich, um die Gebührenzahler zu entlasten.


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