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Berliner Gericht fordert von Billigbestatter mehr Preistransparenz

Klage eines Konkurrenten endet mit Vergleich | 29.06.2009 |

Ein Berliner Billigbestatter darf in Zukunft nicht mehr uneingeschränkt mit einem Angebot von 499 Euro werben. Darauf einigten sich in der letzten Woche zwei Berliner Bestattungsbetriebe vor dem dortigen Landgericht in einem Vergleich.

Königswinter, 29.06.2009 – Nach verschiedenen Medienberichten teilte der Richter die Ansicht des Klägers, dass das Angebot von 499 Euro missverständlich sei. Ein Großteil der Kunden glaube, die verschiedenen vom Bestatter angebotenen Bestattungsformen seien zu diesem Preis zu haben. Zusatzkosten, zum Beispiel für die Beisetzung, seien jedoch nicht enthalten.

Der beklagte Betrieb wurde aufgefordert, in seiner Werbung transparente Preise mit den anfallenden Zusatzkosten auszuweisen. Geklagt hatte der Betrieb Otto Berg gegen den Billiganbieter Aarau Bestattungen.

Aeternitas e.V., die Verbraucherinitiative Bestattungskultur, empfiehlt den Kunden, beim Bestatter immer den kompletten Endpreis zu erfragen. Der Vorsitzende Hermann Weber: "Es muss Klarheit herrschen, ob die Kosten für alle Waren, Dienstleistungen und Friedhofsgebühren im Endpreis enthalten sind."

Zu einem Preis von 499 Euro erhält der Kunde keine komplette Bestattung. Aeternitas bezeichnet solche Angebote als Lockangebote, die dem Kunden vermeintlich günstige Preise vorgaukeln.

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