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Umbettungen - Angehörige wollen selbst entscheiden

Neue Aeternitas-Studie "Liberalisierung der Umbettungspraxis" erschienen | 13.04.2010 |

Fast zwei Drittel der Bundesbürger wünscht, dass über die Umbettung einer Urne die Hinterbliebenen entscheiden. Bisher erlauben die Bestattungsgesetze Umbettungen auf Wunsch der Angehörigen nur in wenigen Ausnahmefällen. Aeternitas, die Verbraucherinitiative Bestattungskultur, macht in einer Studie Vorschläge für eine liberale und bürgernahe Praxis.

Königswinter, 13.04.2010 – Nach einer repräsentativen Emnid-Studie im Auftrag von Aeternitas wünschen 63 Prozent der Bundesbürger, dass Umbettungen von Urnen auf Wunsch der Hinterbliebenen immer erlaubt werden sollten. Nur fünf Prozent sind grundsätzlich gegen eine Umbettung, etwa ein Drittel sieht den Wunsch des Verstorbenen als Voraussetzung. In der herkömmlichen Praxis gestatten Friedhofsverwaltungen Umbettungen nur selten. Wegen der zunehmenden Mobilität der Bundesbürger steigt die Zahl der Hinterbliebenen, die das Andenken an ihre Verstorbenen nicht vor Ort pflegen können.

Der Aeternitas-Vorsitzende Hermann Weber erläutert: "Die Rechtssprechung berücksichtigt im Falle einer gewünschten Umbettung nur unzureichend das Recht der Hinterbliebenen auf Totenfürsorge." Deshalb hat Aeternitas die Studie "Liberalisierung der Umbettungspraxis" erstellt. Die Autoren Falko Ritter und Christoph Keldenich beschreiben ausführlich die geltende Rechtslage und gängige Urteile. Am Ende der Studie machen sie konkrete Vorschläge für liberalere Landesgesetze und für Regelungen vor Ort, die den Bedürfnissen der Menschen in einer mobilen Gesellschaft gerecht werden.

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Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Alexander Helbach
Aeternitas e.V. – Verbraucherinitiative Bestattungskultur
Dollendorfer Straße 72, 53639 Königswinter
Telefon: 0 22 44 / 92 53 85, Fax: 0 22 44 / 92 53 88
E-Mail: alexander.helbach@aeternitas.de


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