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Lücken auf deutschen Friedhofsflächen

Hohe Kosten belasten die Gebührenzahler | 21.09.2010 |

Ungenutzte Friedhofsflächen verursachen Kosten und stellen den Erhalt vieler historisch gewachsener Bestattungs- und Erholungsräume in Frage. Das ist eine der Kernaussagen einer Doktorarbeit des Landschaftsarchitekten Martin Venne von der Universität Kassel.

Königswinter, 21.09.2010 - Der Wandel der Friedhofs- und Bestattungskultur hinterlässt auf vielen großflächigen, innerstädtischen Friedhöfen nicht mehr benötigte Brachflächen, so genannte Friedhofsüberhangflächen. Viele dieser bisher für Erdbestattungen genutzten Flächen werden langfristig nicht mehr benötigt, da die Nachfrage nach Platz sparenden Urnengräbern in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen ist.

Nach Hochrechnungen des Vorsitzenden des Vereins Aeternitas, Hermann Weber, bleiben über 15.000 Hektar Fläche auf den deutschen Friedhöfen ungenutzt. Sie kosten pro Jahr ungefähr 300 bis 500 Millionen Euro, die von den Friedhofsgebührenzahlern aufzubringen sind. Das auf 2,5 Milliarden Euro geschätzte Gesamtgebührenaufkommen steigt jährlich um vier bis fünf Prozent - bei einer allgemeinen Kostensteigerung von zwei Prozent. "Während die Gebühren steigen, stagniert die Qualität der Friedhöfe. Die Friedhofsüberhangflächen hindern die Qualitätsentwicklung der Friedhöfe und schwächen ihre Zukunftschancen", erklärt Weber.

In der Arbeit von Martin Venne finden Friedhofsmanager Ideen für die alternative Nutzung frei werdender Friedhofsflächen. So könnte in den nächsten Jahren die Attraktivität der Friedhöfe gesteigert und der Kostenbedarf eingefroren bzw. vielleicht sogar gesenkt werden. Die Doktorarbeit wird am 15.10.2010 veröffentlicht und kann unter bestellung@sepulkralmuseum.de bestellt werden.


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Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Alexander Helbach
Aeternitas e.V. – Verbraucherinitiative Bestattungskultur
Dollendorfer Straße 72, 53639 Königswinter
Telefon: 0 22 44 / 92 53 85, Fax: 0 22 44 / 92 53 88
E-Mail: alexander.helbach@aeternitas.de


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