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Kennzahlen fördern Wirtschaftlichkeit der Friedhöfe

Aeternitas stellt Beispielstudie vor | 05.10.2010 |

Friedhöfe stehen wegen Gebührenerhöhungen und großer Gebührenunterschiede häufig in der Kritik. Der Vergleich wirtschaftlicher Kennzahlen hilft, die Ursachen zu analysieren und Gegenstrategien zu entwickeln. Doch viele Friedhofsträger sind der Meinung, Friedhöfe seien wegen der jeweiligen Situation vor Ort nicht vergleichbar. Der Verein Aeternitas weist auf eine Studie des Instituts für Kommunale Haushaltswirtschaft (IKH) hin, die beispielhaft die Aussagekraft von Kennzahlen in der Praxis belegt.

Königswinter, 05.10.2010 - Die Frage nach Benchmark und wirtschaftlichen Kennzahlen zur Wirtschaftlichkeitsrechnung im Friedhofswesen hat Aeternitas nicht ruhen lassen. "Wenn große, international agierende Konzerne mit komplexen Strukturen Vergleiche von Kennzahlen zur Betriebsoptimierung nutzen, wieso sollte das bei unseren Friedhöfen nicht möglich sein?" fragt Hermann Weber, der Aeternitas-Vorsitzende. Das Institut für Kommunale Haushaltswirtschaft aus Helsa führt seit Jahren unter der Leitung des Diplom Ökonomen Eberhard Goebel bundesweit Kennzahlen-Studien im Friedhofswesen durch. Dabei beschreiben insgesamt 46 unterschiedliche Kennzahlen verschiedene Leistungsbereiche der Friedhöfe und sichern so die Vergleichbarkeit.

Die Kennzahlen des IKH werden aus den Betriebsdaten für eine Vielzahl deutscher Friedhofsträger gewonnen. Mit Hilfe des stetig wachsenden Datenpools werden Mittelwerte und Bandbreiten abgebildet und aktualisiert. Die Menge der Daten ermöglicht es, Vergleichsgruppen von Friedhöfen anhand verschiedener Grundvoraussetzungen wie zum Beispiel der Einwohnerzahl der betreffenden Kommunen zu bilden.

In der vom IKH und Aeternitas vorstellten Beispielstudie aus dem Kreis Dithmarschen (Nordelbische Kirche) nahm Goebel 26 Friedhöfe anhand einer Auswahl der 24 wichtigsten Kennzahlen unter die Lupe. Darunter sind unter anderem der Kostendeckungsgrad und die Belegungsdichte der einzelnen Friedhöfe.

Die Studie zeigt, dass Vergleiche möglich sind. Goebel betont: "Mit dem Kennzahlenvergleich ist eine Grundlage für Wirtschaftlichkeitsrechnungen im jeweiligen örtlichen Friedhofswesen gegeben." Die in der Analyse ermittelten Daten können als empirische Grundlage eines Friedhofsentwicklungsplans genutzt werden, der sowohl Einsparungen als auch die Entwicklung attraktiver Grabangebote für die Zukunft beinhaltet. Weber erklärt dazu: "Die Kennzahlenanalyse dient nicht der Kritik an einzelnen Friedhöfen, sondern liefert einen wichtigen Beitrag zur zukunftsorientierten, wirtschaftlich transparenten und bürgerfreundlichen Friedhofsentwicklung."

Die Studie des IKH ("Vergleichkennzahlen und Benchmark zur Wirtschaftlichkeit im Friedhofswesen") aus dem Kreis Dithmarschen steht auf der Aeternitas-Website als PDF-Datei zum Download bereit.


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Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Alexander Helbach
Aeternitas e.V. – Verbraucherinitiative Bestattungskultur
Dollendorfer Straße 72, 53639 Königswinter
Telefon: 0 22 44 / 92 53 85, Fax: 0 22 44 / 92 53 88
E-Mail: alexander.helbach@aeternitas.de

Eberhard Goebel
Institut für Kommunale Haushaltswirtschaft (IKH)
Sackgasse 7, 34298 Helsa
Telefon: 0 56 04 / 54 95, Fax: 0 56 04 / 54 98
E-Mail: info@goebel-ikh.de
Internet: www.ikh.biz
Büro Hamburg: Högenstraße 75, 22527 Hamburg, Telefon: 040 / 57 00 18 76


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