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Mobilität kratzt am Glanz der Familiengräber

Gemeinsames Gedenken wird behindert | 28.10.2010 |

Viele Menschen wünschen sich ein gemeinsames Familiengrab als Sinnbild der gemeinsamen Trauer. Dies ist jedoch mit der mobilen Gesellschaft, in der Umzüge an der Tagesordnung sind, häufig kaum zu vereinbaren.

Königswinter, 28.10.2010 - Jedes Jahr vor Allerheiligen stellt sich für viele Menschen die Frage, ob sie den weiten Weg zum Grab der Verwandten auf sich nehmen. Auch 2010 werden zehn Millionen Menschen die Gräber ihrer Angehörigen besuchen. Viele werden weite Anfahrten in Kauf nehmen. Bei anderen wird das Familientreffen am Grab jedoch ausbleiben, weil das gemeinsame Familiengrab zu weit entfernt liegt oder weil sich die einzelnen Gräber der Familie an verschiedenen Orten befinden. Häufig leben die Mitglieder einer Familie über die Republik verstreut. Jedes Jahr steht in jedem zehnten Haushalt ein Umzug an.

"Die Idylle der Familiengemeinschaft im Grab wird zunehmend zur Fiktion", erklärt Hermann Weber, Vorsitzender der Verbraucherinitiative Aeternitas. Schon bei etwa einem Fünftel befindet sich das Grab, das sie pflegen, nicht mehr am Wohnort. Wie wichtig jedoch der Wunsch nach einem Grab bei der Familie ist, zeigt eine Emnid-Umfrage im Auftrag der Zeitschrift Chrismon aus dem Jahr 2009. Gefragt wurde, welcher Aspekt den Menschen besonders wichtig sei für ihren Bestattungsort. Fast die Hälfte der Bundesbürger (43 Prozent) wollte bei ihren bereits verstorbenen Familienangehörigen, am Ort ihrer Kinder oder dem Ort ihrer eigenen Kindheit bestattet werden. 24 Prozent bevorzugten ihren aktuellen Wohnort. 17 Prozent nannten das Meer oder den Wald und zwölf Prozent war der Ort egal.

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Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Aeternitas e.V. - Verbraucherinitiative Bestattungskultur
Alexander Helbach
Dollendorfer Straße 72, 53639 Königswinter
Telefon: 0 22 44 / 92 53 85, Fax: 0 22 44 / 92 53 88
E-Mail: alexander.helbach@aeternitas.de



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