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Diskussion zur Zukunft der Bestattungs- und Erinnerungskultur:

Zwischen Anonym und inszenierten Räumen | 15.08.2011 |

Im Frühjahr dieses Jahres hat Aeternitas die Studie "Inszenierte Gedächtnislandschaften: Perspektiven neuer Bestattungs- und Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert" veröffentlicht und Fachleute zum Diskurs aufgerufen. Im Mittelpunkt der Prognosen von Prof. Dr. Norbert Fischer (Universität Hamburg) stehen Naturbestattungen, Gedächtnislandschaften zusätzlich zu Friedhöfen und eine Vielzahl friedhofskultureller Formen. Aeternitas will helfen, die Zukunft zu gestalten, und hat die bisher eingegangenen Stellungnahmen veröffentlicht.

Königswinter, 15.08.2011 - Ausgehend von den Trends im Friedhofs- und Bestattungswesen prognostiziert Norbert Fischer in seiner Studie, dass sich Naturbestattungen durchsetzen werden. Er erwartet in der Zukunft Gedächtnislandschaften außerhalb von Friedhöfen und eine Vielzahl kultureller Bestattungsformen - als Folge einer kulturell ausdifferenzierten Gesellschaft. Die unter www.aeternitas.de veröffentlichten Stellungnahmen teilen oft die Prognosen von Norbert Fischer, ergänzen aber eigene Beobachtungen, die einen spannenden Diskurs über die Zukunftsentwicklungen abbilden.

Es zeigt sich in vielen Aspekten, dass der Diskurs danach drängt, fortgesetzt zu werden. So betont zum Beispiel die Kulturwissenschaftlerin Traute Helmers die individuelle Betroffenheit und die Räume des Privaten, während der Ökonom Eberhard Goebel wirtschaftliche Gesichtspunkte in den Vordergrund rückt. Andere Stellungnahmen greifen unter anderem die Frage nach den Abschiedsritualen der Zukunft auf. Verbandsvertreter haben sich ebenso zu Wort gemeldet wie Wissenschaftler, Anbieter von Baumbestattungen, Landschaftsarchitekten, Bestatter oder Bildhauer und Grabmalgestalter.

Besucher der Aeternitas-Website (www.aeternitas.de) finden die Stellungnahmen im Bereich "Aeternitas Initiativen" unter dem Menüpunkt "Zukunft gestalten" (www.aeternitas.de/inhalt/zukunft_gestalten). Weiterhin sind alle Interessenten eingeladen, ihre fachliche Stellungnahme abzugeben. Im Folgenden sehen Sie die Liste der bisher eingegangenen Stellungnahmen:

  • Anton Aschenbrenner, Trauerredner und Trauerwaldbetreiber
  • Michael Bachmann, Friedwald GmbH
  • Jörg Bollin (mit Burkhard Krupp), Bildhauer
  • Bernd Foerster, Grabmalgestalter
  • Eberhard Goebel, Institut für Kommunale Haushaltswirtschaft
  • Dr. Traute Helmers, Kulturwissenschaftlerin
  • Dr. Rolf Lichtner / Oliver Wirthmann, Bundesverband Deutscher. Bestatter
  • Dr. Werner Nohl, Landschaftsarchitekt und Honorarprofessor
  • Helmut Ramsaier, Bestatter
  • Prof. Dr. Rainer Sörries, AFD / Sepulkralmuseum Kassel
  • Hermann Weber / Christoph Keldenich, Aeternitas e. V.

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Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Aeternitas e.V. - Verbraucherinitiative Bestattungskultur
Alexander Helbach
Dollendorfer Straße 72, 53639 Königswinter
Telefon: 0 22 44 / 92 53 85, Fax: 0 22 44 / 92 53 88
E-Mail: alexander.helbach@aeternitas.de



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  Studie Inszenierte Gedächtnislandschaften ( 463 Kb )