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Wie Trauernde die richtigen Ratgeber finden

Projekt "Trauerforschung im Fokus" gibt Tipps  | 18.10.2011 |

Jedes Jahr erscheinen in Deutschland über 100 Ratgeber zum Thema Trauer. Die Käufer können kaum erkennen, welche Bücher auf dem aktuellen Stand der Forschung sind. Das Projekt "Trauerforschung im Fokus" erklärt, worauf Käufer bei der Auswahl achten können. Sein Ziel ist es, den Transfer der Forschung in die Praxis zu fördern.

Königswinter, 18.10.2011 - Ratgeber zum Thema Trauer haben Konjunktur, die Zahl der Neuerscheinungen kann kaum jemand überblicken. Die Leser finden konkrete Ratschläge, aber auch viel theoretisches Wissen. Doch worauf können Käufer bei einem Ratgeber in Sachen Trauer achten? "Die Informationen sollten auf dem aktuellen Stand der Trauerforschung beruhen", empfehlen Heidi Müller und Hildegard Willmann, Redakteurinnen des Newsletters "Trauerforschung im Fokus".

Das klassische Modell, nach dem Trauer in bestimmten Phasen abläuft, gilt als überholt. Neuere Modelle, die Trauer als Pendeln zwischen der Verlustverarbeitung und der Bewältigung der veränderten Alltagsanforderungen beschreiben, kommen den Situationen der Trauernden weitaus näher. Achten sollten die Käufer von Trauerratgebern auch auf die Angabe von wissenschaftlichen Referenzen. Reine Erfahrungsbeschreibungen können mitunter wenig hilfreich sein, weil sie nur den jeweiligen Einzelfall erfassen. Weniger zu empfehlen sind darüber hinaus Ratgeber mit Ratschlägen, die wie Handlungsanweisungen erscheinen - im Gegensatz zu Ratgebern, die Informationen bereitstellen und die Leser selbst entscheiden lassen.

Wissenschaftler aus den USA mahnen schon länger den Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis und umgekehrt an. Das bestätigt auch Dr. Kenneth J. Doka, Herausgeber der Fachzeitschrift "Omega: The Journal of Death and Dying" in einem Interview mit den beiden Redakteurinnen. Daraus folgt, "dass Trauerberater sich über die neuesten Forschungsergebnisse auf dem Laufenden halten sollten", schlussfolgern die Redakteurinnen. Das Gleiche gelte für Autoren von Trauerratgebern.

Das von der Verbraucherinitiative Aeternitas geförderte Projekt "Trauerforschung im Fokus" stellt regelmäßig die neuesten Erkenntnisse aus der Trauerforschung in einem Newsletter vor, damit das Wissen bei Fachleuten und Betroffenen ankommt. In einer aktuellen Sonderausgabe werden die Erkenntnisse des "9. Weltkongress zum Thema Verlust und Trauer in der heutigen Gesellschaft", der im Sommer in den USA stattfand, präsentiert. Alle erschienenen Newsletter stehen im Archiv unter www.trauerforschung.de zum Nachlesen bereit.

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Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Alexander Helbach
Aeternitas e.V. - Verbraucherinitiative Bestattungskultur
Dollendorfer Straße 72, 53639 Königswinter
Telefon: 0 22 44 / 92 53 85, Fax: 0 22 44 / 92 53 88
E-Mail: alexander.helbach@aeternitas.de


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