Startseite | Presse | Presse-Meldungen-Archiv | Archiv 2012 | Trauernde Kinder brauchen gezielte Aufmerksamkeit

Trauernde Kinder brauchen gezielte Aufmerksamkeit

Aktueller Newsletter "Trauerforschung im Fokus" klärt auf | 25.10.2012 |

Wie ein Kind mit dem Verlust eines Menschen umgeht, hängt von seiner Entwicklungsphase ab. Trauerforscher fordern, dies mehr zu berücksichtigen, um kindliche Trauerprozesse besser zu verstehen und trauernden Kindern gezielter zu helfen.

Königswinter, 25.10.2012 - Dass Kinder anders trauern als Erwachsene, erschließt sich den meisten Menschen. "Wie sehr die Bewältigung eines Verlusts von der persönlichen Entwicklung der Kinder abhängt, wird jedoch noch zu oft vernachlässigt", erklärt die Diplompsychologin Hildegard Willmann. "Kinder können ihre Gefühle und Bedürfnisse häufig nicht verbal formulieren." Stattdessen klagten sie beispielsweise über Bauchweh oder fielen in kleinkindhaftes Verhalten zurück und drückten damit aus, dass sie mehr Fürsorge und Aufmerksamkeit brauchen.

Dass auch magisches Denken Teil einer kindlichen Entwicklungsphase ist, erfährt die Trauerberaterin Heidi Müller immer wieder: "Kinder quälen sich häufig mit der Vorstellung, am Tod eines Menschen schuld zu sein, nur weil sie vielleicht einmal in einem Wutanfall gesagt haben 'Du sollst tot sein!'."

Um den Transfer theoretischer Erkenntnisse der Trauerforschung in die Praxis zu fördern geben Müller und Willmann den Newsletter "Trauerforschung im Fokus" heraus, welcher vor zwei Jahren zusammen mit der Verbraucherinitiative Aeternitas ins Leben gerufen wurde.

Der aktuelle Newsletter greift mehrere Aufsätze zum Thema Trauer und Kinder auf. Diese beschreiben Besonderheiten kindlicher Trauerreaktionen wie zum Beispiel das Phänomen wiederkehrender Trauer. Viele Menschen betrauern einen Verlust in ihrer Kindheit zu einem späteren Zeitpunkt erneut, dann von einem anderen, reiferen Standpunkt aus. Zwei weitere Beiträge zeigen auf, welche Interventionsmethoden wirklich hilfreich sind.

Den Newsletter können interessierte Laien und Fachleute auf der vom Institut für Beratung und Begleitung von Entwicklungsprozessen (IBBE) betriebenen Internetseite www.trauerforschung.de kostenfrei abonnieren. Ein Archiv stellt sämtliche bereits erschienen Newsletter zur Verfügung.

Zahl der Anschläge (inklusive Leerzeichen): 2.176

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Alexander Helbach
Aeternitas e.V. - Verbraucherinitiative Bestattungskultur
Dollendorfer Straße 72, 53639 Königswinter
Telefon: 0 22 44 / 92 53 85, Fax: 0 22 44 / 92 53 88
E-Mail: alexander.helbach@aeternitas.de



Dateien zu diesem Artikel zum Download:
  Bild Kindertrauer ( 325 Kb )
  Pressemitteilung als Word-Dokument ( 51 Kb )
  Pressemitteilung als PDF ( 17 Kb )