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Neuer Leitfaden zur Bestattungs- und Friedhofskultur von der Deutschen Bischofskonferenz

Bischofskonferenz kündigt neues Leitbild für kirchliche Bestattungs- und Friedhofskultur an. | | 0 Kommentare |

Neuer Leitfaden zur Bestattungs- und Friedhofskultur von der Deutschen Bischofskonferenz
Die Deutsche Bischofskonferenz hat im Rahmen ihrer Frühjahrs-Vollversammlung am 15.02.2005 ein so genanntes Wort mit dem Titel "Tote begraben und Trauernde trösten - Bestattungskultur aus katholischer Sicht" in Aussicht gestellt.

Das Wort will den Änderungen in Kirche und Gesellschaft Rechnung tragen und nimmt dazu die gesellschaftlichen Veränderungen in den Blick, die sich auch im Wandel der Friedhofs- und Bestattungskultur zeigen. Das Wort der Deutschen Bischöfe will daher die Praxis des christlichen Begräbnisses und der Erinnerung an die Toten durch die Gläubigen stärken und als Ausdruck zentraler Glaubenswahrheiten würdigen.

Folgende Kernsätze sind in dem Entwurf vorhanden:
  • Die christlichen Gemeinden werden neue Formen des Totengedenkens besonders in den Städten und für Menschen, deren Leben durch hohe Mobilität geprägt ist, entwickeln.

  • Sie werden Formen herausbilden, die auch Nichtchristen ansprechen.

  • Weiterhin muss die Sorge um die Toten eingebettet sein in die Solidarität mit den Kranken und Sterbenden, etwa in der Hospizbewegung.

  • Christliche Gemeinden sind seit alters her der Ort, an dem die Trauernden getröstet werden. Diese Aufgabe bekommt ein umso größeres Gewicht, umso mehr Hinterbliebene allein leben, durch große Entfernungen von ihren Kindern getrennt und bisweilen vereinsamt sind. Auch müssen sich die Gemeinden einem Traditionsbruch bei vielen Menschen stellen: Eine große Hilflosigkeit in der Situation des Todes eines Angehörigen greift um sich.

  • Weiterhin werden die Christen nach Möglichkeiten und Ausdrucksformen suchen, bei der Bestattung Verstorbener ohne Kirchenzugehörigkeit den Dienst der Mitmenschlichkeit und Barmherzigkeit zu üben.

  • Nicht zuletzt wird das Zeugnis, das Christen im Umgang mit Tod und Trauer geben, auch bedeutsam sein für die öffentliche Diskussion der von den Biowissenschaften ausgelösten Frage nach der Würde und den Grenzen des menschlichen Lebens.

Das Wort soll nach einer abschließenden Überarbeitung voraussichtlich im April 2005 herausgegeben werden.
(Quelle: Pressemitteilungen der Deutschen Bischofskonferenz vom 15.02.2005)

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