Startseite | Bestattungsrecht Aktuelle Meldungen | Friedhofssatzung für Grabstein-Maße nicht immer maßgebend

Friedhofssatzung für Grabstein-Maße nicht immer maßgebend

Oberverwaltungsgericht Koblenz lässt abweichendes Grabmal zu | | 0 Kommentare |

Friedhofssatzung für Grabstein-Maße nicht immer maßgebend
Einen Streit um die Größe eines Grabmals in der rheinland-pfälzischen Gemeinde Sulzheim bei Alzey hat nun das OVG Koblenz im Berufungsverfahren entschieden. Demnach dürfen die Angehörigen einen Grabstein von 1,54 Metern Höhe und 1,92 Metern Breite aufstellen, obwohl die Friedhofssatzung vor Ort nur eine Maximalhöhe von 1,20 Meter und eine Breite von 0,80 Metern zulässt.
Das Verwaltungsgericht Mainz (Az.: 6 K 571/07.MZ) hatte den Grabstein mit der Begründung genehmigt, er füge sich harmonisch in die Friedhofssituation ein und störe die Würde des Ortes nicht. Außerdem hielten weitere Grabmale in der unmittelbaren Umgebung der Grabstätte die Satzungsmaße ebenfalls nicht ein.
Diese Auffassung wurde nun vom Oberverwaltungsgericht Koblenz (Az.: 7 A 10553/08.OVG) bestätigt. Auch wegen des uneinheitlichen Bildes vor Ort könne ein Verstoß gegen die Würde des Friedhofs nicht erkannt werden.
(Quelle: Allgemeine Zeitung Alzey vom 13.09.2008)

Beitrag kommentieren