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Sozialgericht Detmold: Rasche Übernahme der Bestattungskosten

Sozialhilfeträger darf die Kostenübernahme nicht hinauszögern | | 0 Kommentare |

Sozialgericht Detmold: Rasche Übernahme der Bestattungskosten
Eine für die betroffenen Angehörigen erfreuliche Entscheidung hat das Sozialgericht Detmold getroffen. Es verpflichtete im Eilverfahren den Sozialhilfeträger zur Übernahme der Kosten für die Bestattung des bereits vor drei Wochen verstorbenen Ehemannes der bedürftigen Antragstellerin. Und dies, obgleich noch nicht geklärt war, ob weitere Verwandte finanziell in der Lage gewesen wären, die Bestattungskosten zu tragen.

Die ablehnende Haltung der Stadt billigte das Gericht nicht. Die Ehefrau könne bereits aus Gründen der Pietät nicht darauf verwiesen werden, vor der Durchführung der Bestattung mögliche Ersatzansprüche gegen den Sohn des Verstorbenen zu realisieren. Dabei bestehe nämlich die Gefahr, dass die Bestattung noch länger hinausgezögert wird, zumal im entschiedenen Fall die Antragstellerin keinen Kontakt zu dem Sohn ihres Gatten hatte.

Wenn sich später herausstelle, dass der Sohn zur Kostentragung verpflichtet sei, müsse die Antragstellerin den zur Verfügung gestellten Betrag an die Stadt zurückzahlen. Insoweit könne der Antragstellerin nur einen Anspruch auf Gewährung eines Darlehens zuerkannt werden. (Aktenzeichen S 6 SO 49/08 ER)

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