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Geändertes Bestattungsgesetz in Sachsen verabschiedet

Neu: Bestattung von Tot- und Fehlgeburten, längere Fristen | | 0 Kommentare |

Geändertes Bestattungsgesetz in Sachsen verabschiedet
In Sachsen haben Angehörige Verstorbener fortan mehr Zeit für die Bestattung. Bisher musste das binnen fünf Tagen erfolgen, nunmehr bleiben acht Tage. Wochenenden und Feiertage sind nicht mitgerechnet. Diese und weitere Regelungen hat der Landtag am späten Mittwochabend mit einem neuen Bestattungsgesetz beschlossen.

So sind Friedhöfe künftig verpflichtet, Fehl- und Totgeburten individuell zu bestatten, wenn es die Eltern wünschen. Im bislang geltenden Bestattungsgesetz war geregelt, dass Fehlgeburten "beseitigt" werden mussten.

Neu ist ferner, dass bei Bestattungen auf die Religionszugehörigkeit Rücksicht zu nehmen ist. Angehörige können nun auch unmittelbar vor der Trauerfeier in einem separaten Raum am offenen Sarg Abschied nehmen.

Weitere Neuerungen: Die Asche eines Toten ist innerhalb von sechs Monaten nach der Einäscherung beizusetzen. Bislang gab es hierzu keine Regelung. Eine Bestattung auf hoher See ist möglich, wenn der Verstorbene das ausdrücklich wünschte und die entsprechende Genehmigung des Küstenlandes vorliegt. In sächsischen Gewässern ist das nicht erlaubt.

Näheres finden Sie unter Die Bestattungsgesetze der Länder
(Quelle: dpa)

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