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Erlass in NRW macht Regelung zur Kinderarbeit bedeutungslos

Auf unbestimmte Zeit werden keine Zertifikate für Grabsteine verlangt | | 0 Kommentare |

Erlass in NRW macht Regelung zur Kinderarbeit bedeutungslos
Ab Mai dieses Jahres wird entgegen der ursprünglichen Pläne in Nordrhein-Westfalen für Grabsteine kein Zertifikat erforderlich sein, das einen Herstellungsprozess ohne ausbeuterische Kinderarbeit nachweist. Die bei der Reform des Bestattungsgesetzes dazu verabschiedeten Vorschriften sind damit aktuell bedeutungslos und Grabsteine ohne Zertifikat können weiterhin aufgestellt werden.

In einem Runderlass des Gesundheitsministeriums vom 18.03.2015 wurde sinngemäß mitgeteilt:
Für die Feststellung der Staaten, auf deren Staatsgebiet bei der Herstellung von Natursteinen gegen die Vorschriften zu dem Verbot schlimmster Formen der Kinderarbeit verstoßen wird, werde mehr Zeit als bis zum 01.05.2015 benötigt. Ab diesem Tag sollten zwar für Steine aus "unsicheren" Ländern nach § 4a des Bestattungsgesetzes (BestG) eigentlich Zertifikate verlangt werden. Man habe aber bislang noch nicht genügende Anhaltspunkte dafür, dass in bestimmten Ländern gegen die Vorschriften verstoßen werde.

(Quelle: Runderlass der Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter und der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien vom 18.03.2015)

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