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Hygienische Versorgung

Erstversorgung
Die hygienische Versorgung dient dazu, den Leichnam zu reinigen und ihm ein ansehnliches Aussehen zu verleihen. Vorgenommen wird die Versorgung heutzutage üblicherweise vom Bestatter - meist in dessen Räumlichkeiten, mitunter zum Beispiel aber auch in Krankenhäusern oder örtlichen Leichenhallen.

Als erstes wird der Leichnam entkleidet und es werden mögliche medizinische Utensilien entfernt. Nach einer Desinfektion wird der Verstorbene gründlich gewaschen, rasiert und eingecremt. Fingernägel und Haare werden gereinigt und geschnitten, die Haare frisiert. Ferner werden Mund und Augen geschlossen. Nach der Einkleidung - auch eigene Kleidung ist hier ohne Probleme möglich - wird der Leichnam in einen Sarg gebettet.

Ergänzend kann ein Thanatologe, bzw. Thanatopraktiker hinzugezogen werden - gerade bei Unfallopfern, Opfern von Gewaltverbrechen oder bei bestimmten Krankheiten. Der Thanatologe richtet den Verstorbenen so her, dass er den Hinterbliebenen einen friedlichen Anblick liefert. Auch kann er den Leichnam einbalsamieren, damit er länger erhalten bleibt.

Bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts war es üblich, dass Angehörige den Leichnam versorgten. Seitdem hat es sich durchgesetzt, einem Bestatter diese Aufgabe zu übertragen. Es ist aber weiterhin möglich, selbst Hand anzulegen. Bestatter helfen gegebenenfalls dabei.

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