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Arzt/Totenschein

Arzt/Totenschein
Nach dem Tod eines Menschen sollte möglichst umgehend einen Arzt verständigt werden, nach Möglichkeit der jeweilige Hausarzt oder aber der ärztliche Notdienst. Bei einem natürlichen Tod ist es aber auch kein Problem, bis zum nächsten Morgen zu warten. Der Arzt stellt den Totenschein (auch Todesbescheinigung oder Leichenschauschein genannt) aus. Bei einem Todesfall in einem Heim oder Krankenhaus wird sich die Verwaltung darum kümmern.

Der Arzt beurkundet mit dem Totenschein den Tod eines Menschen. Nach gründlicher Untersuchung des Verstorbenen werden die Personalien und Zeitpunkt und Ort des Todes festgehalten. Dazu vermerkt der Arzt - wenn möglich - eine Todesursache und die Todesart, also ob es sich um einen natürlichen oder unnatürlichen Tod handelt. Die Todesbescheinigung enthält einen nichtvertraulichen Teil mit Angaben zur Identifikation der Leiche oder Totgeburt einschließlich der bisherigen Anschrift, Zeitpunkt, Art, Ort des Todes und bei möglicher Gesundheitsgefährdung einen Warnhinweis. Darüber hinaus gibt es einen vertraulichen Teil mit Angaben zur Todesfeststellung, zur Todesursache sowie zu den weiteren Umständen des Todes.

Für den Totenschein werden Gebühren fällig, die sich nach der Gebührenordnung für Ärzte richten (GOÄ). Die Rechnung, die einen Betrag von höchstens knapp 77 Euro nicht überschreiten sollte (falls der Verstorbene auch bei Eintreffen des Arztes schon tot war), erhalten die Angehörigen direkt vom Arzt oder über den Bestatter. Leider gibt es hier häufig Probleme mit überhöhten Rechnungen (dazu mehr in unserem Artikel "Kosten für Todesbescheinigung").

Findet ein Arzt Hinweise auf eine nicht natürliche Todesursache, verständigt er die Polizei, die wiederum Staatsanwaltschaft oder Amtsgericht informiert. Diese ordnen dann unter Umständen eine richterliche Leichenschau an oder beantragen gar eine innere Leichenschau bzw. Obduktion.

Mit dem Totenschein wird beim Standesamt die Sterbeurkunde beantragt (in der Praxis erledigt das meist der Bestatter), möglichst in mehrfacher Ausführung. Die Sterbeurkunde ist zum Beispiel wichtig für die Friedhofsverwaltung bei der Wahl des Grabes oder für die Testamentseröffnung. Mehr dazu unter dem Punkt Sterbeurkunde.

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