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    Startseite  Der Verein Aeternitas  

    Häufige Fragen

     1. Woher kam die Idee, eine Verbraucherinitiative für Bestattungskultur zu gründen?
     2. Wie ist Aeternitas e.V. aufgestellt und welche Ziele verfolgt der Verein?
     3. Woher kommen die Informationen? Mit welchen Institutionen steht man im Kontakt?
     4. Ist die Homepage die einzige Kommunikationsplattform?
     5. Wie ist die Resonanz bei Verbrauchern und innerhalb der Branche?
     6. Wie sieht Aeternitas die Bestattungsbranche und ihre Stärken und Schwächen?
     7. Wie sehen die Perspektive und weitere Entwicklungen der Bestattungsbranche aus?
     8. Was wünscht sich Aeternitas an notwendigen Veränderungen?
     9. Muss der Verbraucher umdenken, wenn es um eine pietätvolle Bestattung geht?


    1. Wie ist man auf die Idee gekommen, eine Verbraucherinitiative für Bestattungskultur zu gründen?

    Aeternitas e.V. ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Verbraucherinitiative. Im Jahr 1984 beschloss eine Gruppe betroffener Angehöriger, aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen mit Problemen bei Bestattungen, Friedhofsgärtnern und Steinmetzen, einen Verbraucherschutzverein für Bestattungen zu gründen. Unter den Gründungsmitgliedern war auch der heutige Erste Vorsitzende Hermann Weber. Mangelnde Transparenz bei den Angeboten, unzureichende Beratung, überhöhte und nicht vergleich- oder verhandelbare Preise, sowie zum Teil auch mangelhafte Ausführung der Dienstleistungen waren der Stein des Anstoßes. Das Fehlen einer unabhängigen Informationsstelle machte es unmöglich, die Fachsprache zu verstehen und die Intransparenz zu hinterfragen. Aeternitas e.V. wurde gegründet, um diesem Missstand abzuhelfen und es den Vorsorgenden wie Trauernden zu ermöglichen, auch in diesem Markt Leistungen und Preise zu vergleichen.

    2. Wie ist Aeternitas e.V. aufgestellt und welche Ziele verfolgt der Verein?

    Aeternitas ist ein eingetragener, freier und gemeinnütziger Verein, der zurzeit über 50.000 Mitglieder vertritt. Ordentliches Mitglied kann jeder Bürger zu einem Jahresbeitrag von 22 Euro werden. Um die Unabhängigkeit und Neutralität als Verbraucherschutzverein zu gewährleisten, können Fachpersonen aus dem Friedhofs- und Bestattungswesen nur außerordentliches Mitglied ohne Stimmrecht werden. Hauptziel des Vereins ist, den Verbrauchern im Trauerfall einen geglückten Abschied von dem Verstorbenen zu ermöglichen. Dazu gehört die Befähigung zur sicheren, schnellen und zufriedenstellenden Abwicklung der organisatorischen und finanziellen Angelegenheiten einer Bestattung. Das ist Voraussetzung für die tröstende und persönliche Abschiednahme im ausreichenden Zeitrahmen und angemessenem Raum. Transparenz im Bestattungsmarkt und eine faire Preisgestaltung stehen neben der Förderung moderner Bestattungsformen und einer zeitgemäßen Bestattungs- und Trauerkultur im Vordergrund.

    3. Woher bekommt Aeternitas seine Informationen und mit welchen Institutionen steht man im Kontakt?

    Bestattungen sind ein vielfältiges Thema, und dementsprechend vielfältig sind auch die Informationswege. Regelmäßige repräsentative Umfragen mit dem Partner tns-infratest geben uns Auskunft über das Bestattungsverhalten der Bürger. Preiserhebungen bei den Bestattern, Friedhofsgärtnern und Steinmetzen nutzen wir, um den Verbrauchern die üblichen Preisspannen für die Leistungen eine Bestattung zu vermitteln. Unsere Friedhofs-Gebühren-Datenbank mit circa 1.000 Städten und Gemeinden spiegelt das Gebührenniveau in Deutschland wieder. Zusammen mit dem Bund der Steuerzahler NRW, Hessen und Niedersachsen/Bremen haben wir zudem neben dem jeweiligen Landesgebührenniveau das friedhofsspezifische Gebührenrecht in einem Buch festgehalten. Nicht zuletzt sind auch die vielen guten Kontakte zu den Betrieben der Friedhofs-, Gärtner-, Bestatter- und Steinmetzbranche sowie zu den einschlägigen Bundes- und Landesverbänden, ihren Gremien und Fachzeitschriften, zu der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal (AFD), dem Institut für kommunale Hauswirtschaft (IKH) und zu anderen Verbänden und Institutionen eine ständige Quelle der gegenseitigen Information über das Geschehen im Markt.

    4. Ist die Homepage die einzige Kommunikationsplattform?

    Unsere Website www.aeternitas.de ist ein zentraler Pfeiler unserer Kommunikation. Sowohl Verbraucher als auch Fachleute aus dem Friedhofs- und Bestattungswesen nutzen unsere Informationen, die wir dort kostenfrei zur Verfügung stellen. Darüber hinaus erhalten unsere Mitglieder vierteljährlich die Vereinszeitschrift "Zeitlos", in der wir über aktuelle Entwicklungen berichten. Fachspezifische Ratgeber und Bücher, zum Teil kostenfrei, helfen den Interessierten bei der Vorsorge und Organisation einer Bestattung. Mit über 50 Millionen Kontakten durch Veröffentlichungen und Ausstrahlungen im Jahr über die verschiedenen Medienkanäle informieren wir die Menschen über Trends und Fakten. Bei den öffentlichen oder brancheninternen Vorträgen, Seminaren oder Tagungen ist Aeternitas regelmäßig als Gastredner vertreten und steht den Dienstleistern direkt für Rückfragen zur Verfügung. Wer als Bürger oder Dienstleister einen ganz konkreten Rat sucht, kann zudem Auskunft per Telefon erhalten. Scoutreisen führen uns auch hin und wieder durch Deutschland zu interessanten Friedhöfen oder Betrieben mit besonderen Trauer- und Bestattungsangeboten, so dass wir uns vor Ort über Neuerungen informieren und diese Nachrichten aus erster Hand an unsere Interessenten weitergeben können.

    5. Wie ist die Resonanz bei den Verbrauchern und den Institutionen innerhalb der Branche?

    Das stetige Wachstum der Zahl unserer Mitglieder spricht für sich selbst. Verbraucher wollen unabhängige Informationen, um sich über die Branchenangebote eine Meinung bilden zu können, insbesondere da es sich um ein Gebiet handelt, das häufig immer noch sehr wenig Transparenz bietet und auf dem viel Unwissenheit vorherrscht. Die Mehrheit unserer Mitglieder versteht den Verein als eine Art "ADAC" für den Trauerfall und sichert sich so für den Bedarfsfall ab. Hunderte Auskunftsanfragen von Verbrauchern und Dienstleistern erreichen uns pro Jahr. Aeternitas e.V. ist in der Fachwelt ein anerkannter kompetenter Partner und wird beispielsweise bei neuen Entwürfen von Bestattungsgesetzen von den Landesregierungen um Stellungnahme oder von Stiftung Warentest zur Mitarbeit an Ratgebern gebeten. Mit Friedhofsverwaltern, Bestattern, Friedhofsgärtnern und Steinmetzen sowie deren Verbänden hat Aeternitas in den letzten Jahren zahlreiche kooperative Projekte durchgeführt. Als Beispiel seien hier nur einige erwähnt wie die Aktion Gemeinschaftsgrab, Grabmal-TED oder Lebe Wohl. In Jahr 2007 hat Aeternitas das Netzwerk "Qualifizierte Bestatter" (www.gute-bestatter.de) initiiert, das auch schon von der Stiftung Warentest empfohlen wurde. Manches Mal haben die offensiven und zukunftsgerichteten Aktionen manche traditionell eingestellten Betriebe gestört und damit dann eigentlich genau das gewünschte Ziel von Aeternitas erreicht: Es reicht nicht, sich auf dem bestehenden Angebot auszuruhen und Veränderungswünsche zu ignorieren. Eine in vielen Bereichen längst überfällige Reform der Friedhofs- und Bestattungskultur muss von jedem einzelnen Anbieter mit getragen werden.

    6. Wie sieht Aeternitas die Bestattungsbranche in Deutschland? Wo liegen die Stärken und Schwächen?

    Die Bestattungsbranche in Deutschland beruht zum großen Teil auf traditionellen, lange gewachsenen Strukturen. Bestatter haben auf die Angehörigen und Trauernden einen großen Einfluss, da sie von allen Dienstleistern in der Regel als erste angesprochen werden. Umso mehr stehen Bestatter in der Pflicht, die Verbraucher über die Möglichkeiten der Bestattungskultur zu informieren, ohne direkt auf ein bestimmtes Produkt hin zu verkaufen. Die Öffnung des Bestattungsmarktes sowohl aus rechtlicher (Bestattungsformen im Ausland) als auch finanzieller Sicht (Discountbestattungen) hat die Ansprüche und Wünsche der Verbraucher verändert. Der Wettbewerb hat das Angebot zum Vorteil der Bürger erweitert. Genau so wichtig ist es im Moment des Umbruchs aber auch, die Qualität einer Bestattungsdienstleistung im Auge zu behalten und für den Kunden sicherzustellen.

    7. Wie sieht die Perspektive der Bestattungsbranche aus? Wie wird sie sich entwickeln?

    Die Branche wird darauf reagieren müssen, dass die Kunden aufgrund besserer Informationen mehr Ansprüche stellen. Guter Service, Transparenz und Kreativität sind die Schlagworte, nach denen sich die Verbraucher vermehrt orientieren. Eine weitere bedeutende Entwicklung wird es auf dem Gebiet alternativer Bestattungsformen geben. In diesem Bereich hat sich in den letzten Jahren schon einiges getan, man denke dabei an Baumbestattungen oder Gemeinschaftsgräber. Für die Zukunft wünschen wir uns mehr Zusammenarbeit zwischen den Branchen mit dem Ziel, den Kunden enger in die Prozesse einzubinden und seine Zufriedenheit zu erhöhen.

    8. Was wünscht sich Aeternitas an notwendigen Veränderungen?

    Wir müssen den Entwicklungen realistisch ins Auge sehen und Veränderungen aktiv herbeiführen anstatt sie geschehen zu lassen. Viele einzelne Initiativen auf Friedhöfen und bei Bestattern zeigen, dass neue attraktive Bestattungsformen auch mit wenig Investition erreicht werden können. Bestatter, Friedhofsgärtner, Steinmetz und Friedhofsverwalter sollten hier gemeinsam mit den Bürgern Ideen entwickeln und Angebote umsetzen. Alarmierend ist die zunehmende Zahl an Sozialbestattungen, von denen fast täglich in den Zeitungen zu lesen ist. Auch hier brauchen wir das Engagement von Friedhofsträgern und Bestattern, die mit preiswerten Lösungen sicherstellen, dass jeder Mensch einen würdigen Abschied erhält und nicht aus Kostenzwängen anonym bestattet wird.

    9. Muss der Verbraucher umdenken, wenn es um eine pietätvolle Bestattung gehen soll?

    Häufig erhalten wir die Rückmeldung, dass sich Angehörige nach einem Angebotsvergleich sogar für einen etwas teureren Betrieb entschieden, der sie in der Qualität mehr überzeugte. Aber ein schöner Abschied ist auch zu günstigen Preisen möglich. Denn Pietät und Kostenbewusstsein schließen sich nicht aus. Eine "Geiz ist geil"-Mentalität liegt nicht im Sinne von Aeternitas. Wir fordern gute, überprüfbare Qualität zu fairen und transparenten Preisen.


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