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WDR Lokalzeit Ruhr interviewt Aeternitas zu Friedhofsgebührenfall

Gelsenkirchen verlangt hohe Pflegegebühren für eingeebnetes Grab | | 0 Kommentare |

In Gelsenkirchen muss ein Grabinhaber bei Rückgabe des Grabes einmalig 100 Euro und für die anschließende Grabstättenpflege durch die Verwaltung für die verbleibende Grablaufzeit 45 Euro/Jahr zahlen. So legt es die Friedhofssatzung der Stadt fest. Herr Widdig, der Betroffene, sieht in diesem Vorgehen eine Abzocke.

Die Lokalzeit Ruhr nahm sich am 20.10.03 des Themas an und holte Hermann Weber, Vorsitzender der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas e.V. als Experten ins Studio.
Die wichtigsten Aussagen:
Grundsätzlich kann jede Stadt Gebühren für die Dienstleistungen, die sie erbringt, selber aufstellen, sie müssen nur korrekt nach den gebührenrechtlichen Prinzipien kalkuliert werden. Auch das Erheben von Gebühren für das Einebnen und Pflegen einer zurückgegebenen Grabstelle ist grundsätzlich zulässig. Die Höhe der Gebühr muss allerdings angemessen sein.
Die Höhe der Gebühren variiert von Stadt zu Stadt aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten. Das allein ist noch kein Grund misstrauisch hinsichtlich falscher Kalkulationen zu werden. Aufmerksam werden muss man z.B. bei gleich hohen Gebühren für unterschiedlich große Gräber oder stark abweichenden Gebührenhöhen bei gleichen Grabarten.
Im Zweifelsfall kann der Bürger innerhalb von vier Wochen Widerspruch gegen den Gebührenbescheid einlegen und mit berechtigter Begründung einklagen.
Für Fragen zu diesem Thema steht Aeternitas gerne zur Verfügung.

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