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Grabbepflanzung ist gewünscht, aber die Ausgabebereitschaft gering

Bestattungskosten steigen trotz angespannter finanzieller Lage bei den Verbrauchern | | 0 Kommentare |

Wie die Zeitschrift Friedhofskultur berichtet, kostet eine übliche Sargbestattung heute im Durchschnitt 4 500 Euro, allerdings ohne die dauerhafte Grabpflege und ohne das Grabmal. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten steigen und Zuschüsse für den Trauerfall seitens des Staates sind mittlerweile komplett gestrichen. Was sind die Bürger unter diesen Umständen noch bereit, für eine Bestattung auszugeben? Ein knappes Drittel (30,9 %) der Bevölkerung würde insgesamt für eine Bestattung nicht mehr als 3 000 Euro ausgeben. Ein weiteres gutes Drittel (38,3 %) ist bereit, bis zu 5 000 Euro auszugeben. Bis 7 000 Euro würden 16 Prozent der Bevölkerung investieren, 6,5 Prozent bis zu 10 000 und sogar 2,3 Prozent über 10 000 Euro insgesamt für eine Bestattung. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen EMNID-Studie im Auftrag von Aeternitas. Sie zeigt, dass Bürger im Trauerfall vor allem an der Grabpflege sparen wollen. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren wohl kaum ändern.

Die Grabgestaltung und vor allem die Bepflanzung und die damit verbundene Grabpflege gehören zur Trauerkultur unserer Gesellschaft. Die Beschäftigung am Grab hilft bei der Bewältigung der Trauer. Gleichzeitig ist damit aber ein finanzieller und körperlicher Aufwand verbunden, den viele Menschen nicht mehr in Kauf nehmen möchten. Laut der Befragung ziehen knapp 80 Prozent der Bevölkerung weiterhin eine Bepflanzung für das Grab einer Grabplatte oder anderen Grabstätte vor. Dabei liegt die persönliche Grabbepflanzung mit den üblichen Friedhofsblumen mit 26 Prozent knapp an erster Stelle. 22 Prozent wünschen eine einfache dauerhafte Bepflanzung, z. B. mit Bodendeckern und 19 Prozent bevorzugen eine gartennahe Gestaltung mit pflegeleichten dauerhaften Blühpflanzen wie z. B. Stauden. Das Schlusslicht bildet die gärtnerische Grabbepflanzung aus der Hand des Fachmanns mit den üblichen Friedhofsblumen: diese Variante wurde nur von sechs Prozent präferiert.

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