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Überhöhte Rechnungen für Leichenschau

Immer wieder verlangen Ärzte zu viel | | 0 Kommentare |


In vielen Fällen erhalten Hinterbliebene überhöhte Rechnungen für die Leichenschau und das Austellen des Totenscheins. Summen von über 100,-, manchmal sogar über 200,- Euro sind nicht unüblich - obwohl die Höchstgrenze bei knapp 77,- Euro liegt. Selbst dieser Betrag wird nach korrekter Berechung nur in Ausnahmefällen erreicht.

Aktuell hat die Stuttgarter Zeitung das Thema aufgegriffen. Sie  berichtet über einen Fall, bei dem die Rechnung schon mehrfach korrigiert wurde und dennoch weiterhin als zu hoch eingestuft wird.

Jeder Verstorbene muss im Rahmen einer Leichenschau von einem Arzt untersucht werden. Anschließend werden im Totenschein (auch Leichenschauschein oder Todesbescheinigung genannt) die Personalien und Zeitpunkt und Ort des Todes festgehalten. Dazu vermerkt der Arzt - wenn möglich - eine Todesursache und die Todesart, also ob es sich um einen natürlichen oder unnatürlichen Tod handelt. Für den Totenschein werden Gebühren fällig, die sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) richten. Entgegen der Praxis vieler Ärzte fallen darunter keine Leistungen, die eigentlich am lebenden Patienten erbracht werden. Diese müssen über die Krankenkasse abgerechnet werden.

Immer wieder monieren Ärzte, dass die Tarife der GOÄ für die Leichenschau extrem niedrig seien. Diese Ansicht ist durchaus nachzuvollziehen, darf aber keine Rechtfertigung liefern, um nicht erbrachte Leistungen abzurechnen. Die Ärzteschaft sollte sich stattdessen vehementer für eine Reform der GOÄ einsetzen.

Wie sich die Rechnung für einen Totenschein im Einzelnen zusammensetzt und wie viel sie höchstens zahlen müssen, können Sie hier auf unserer Webseite ausführlich nachlesen:

 Kosten für Todesbescheinigung

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