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Geld aus Bestattungsvorsorgevertrag verschwunden?

Hinterbliebene aus Hessen verklagt Bestatter | | 0 Kommentare |

Gegen ein Gießener Bestattungsunternehmen ist Strafanzeige wegen Veruntreuung gestellt worden, wie die  Gießener Allgemeine berichtet. Anderthalb Jahre nach der Bestattung sei noch keine endgültige Abrechnung mit dem Guthaben aus einem Vorsorgevertrag erfolgt. Die Hinterbliebene moniert, dass bisher nur 4.000 Euro abgerechnet worden seien, obwohl zur Vorsorge 9.000 Euro beim Bestatter hinterlegt worden waren.

Entgegen der üblichen Gepflogenheiten hat der Bestatter im vorliegenden Fall das Geld für die Bestattungsvorsorge wohl nicht bei einer Treuhandstelle hinterlegt, weshalb die Klägerin nun vermutet, der Bestatter habe das Geld veruntreut.

Solche Fälle, wie der aus Gießen geschilderte, ereignen sich so oder ähnlich immer wieder. Bestatterkunden sollten beim Abschluss eines Vorsorgevertrages deshalb stets immer darauf achten, dass das entsprechende Geld bei einer Treuhandstelle hinterlegt wird. Solche Treuhandstellen, wie sie die verschiedenen Bestatterverbände eingerichtet haben, verwalten das Geld sicher, bis es im Todesfall ausgezahlt wird.

Für die Kunden besteht kein Risiko, dass der Bestatter den Vorsorgebetrag veruntreuen und anderweitig verwenden könnte. Das gleiche gilt für den Fall einer Insolvenz des Bestatters: Das Geld ist weiterhin sicher hinterlegt, unabhängig von der finanziellen Situation des Betriebes, mit dem ein Bestattungsvorsorgevertrag abgeschlossen wurde.

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