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Aeternitas-Preis "Friedhof heute 2017": Das sind die Gewinner

Jury hat entschieden | 21.02.2018 |


Bereits zum vierten Mal hat Aeternitas 2017 den Journalistenwettbewerb "Friedhof heute" ausgeschrieben. Ziel des mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Preises ist es, die Bedeutung, die die Institution Friedhof für unsere Gesellschaft hat, zu unterstreichen. Denn auch wenn durch einige mediale Diskussionen in der letzten Zeit der Eindruck entstehen konnte, andere Beisetzungsformen würden dem Friedhof langfristig den Rang ablaufen, werden 90 Prozent der Deutschen immer noch auf den Friedhöfen in ihren Städten und Dörfern beigesetzt. Damit bleiben sie hierzulande weiterhin die wichtigsten Begräbnisplätze.

Bis zum 31. Dezember konnten journalistische Arbeiten, die 2017 in einem deutschsprachigen Medium erschienen sind, für den Wettbewerb eingesandt werden. Das Spektrum reichte auch diesmal wieder von TV- und Radio-Beiträgen über Zeitungsartikel und Magazinreportagen bis hin zu Blog-Posts im Internet. In den letzten Wochen war die vierköpfige Jury des Medienpreises damit beschäftigt, die zahlreichen Einreichungen zu sichten und zu bewerten. Jetzt stehen die drei Gewinner fest:

Der 1. Preis des Aeternitas-Journalistenwettbewerbs "Friedhof heute" geht an Christine Holch für ihren Beitrag "Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ...", der am 30. August 2017 in "Chrismon" veröffentlicht wurde. Das evangelische Magazin erscheint als monatliche Beilage in verschiedenen überregionalen Tageszeitungen. Der ausgezeichnete Beitrag gibt einen umfassenden Überblick, wie sich unsere Bestattungskultur und damit die Friedhöfe derzeit verändern und worin die Gründe dafür liegen. In der Jurybegründung heißt es: "Der Journalistin gelingt es, abwechslungsreich und unterhaltsam eine Vielzahl an Themen abzubilden, ohne sich in Details zu verlieren oder den Leser mit der Fülle an Informationen zu überfordern. Im Rahmen der gründlichen Recherche und Perspektivenvielfalt beeindruckt darüber hinaus, wie groß die Zahl der verschiedenen Experten ist, die zu Wort kommen."

"'Sein Leben war Musik. Ihr Leben war Arbeit' - Vom kleinen Unterschied zwischen Männern und Frauen in der Bestattungskultur" lautet der Titel des mit dem 2. Preis ausgezeichneten Beitrags. Eingereicht wurde er von Astrid Springer und ausgestrahlt am 21. November 2017 im rbb Kulturradio. In der knapp 30minütigen Sendung zeigt die Journalistin anschaulich auf, dass die klassische Rollenverteilung auch am Friedhofstor nicht Halt macht und bringt Beispiele aus allen Stadien, die ein Trauerfall durchläuft: Vom Gespräch beim Bestattungsunternehmen über die Trauerrede bis hin zur Inschrift des Grabsteins. Die Jury hebt hervor, dass die zahlreichen Aspekte der Unterschiede ohne platte Klischees und ohne zu moralisieren aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Aufgelockert wird der facettenreiche und durchaus amüsante Radiobeitrag außerdem durch fiktive, aber "aus dem Leben gegriffene" Spielszenen.

Der Trend hin zum platzsparenden Urnengrab, Leerstand, Mehrkosten bei der Grünflächenpflege - das sind Probleme, mit denen viele Friedhöfe heute zu kämpfen haben. Faktenreich und fundiert beschreibt Rebecca Piron in ihrem Beitrag "Letzte Ruhe neu gedacht", der in der Fachzeitschrift "KOMMUNAL" am 27. September 2017 erschienen ist, diese Situation und erhält dafür den 3. Preis des Aeternitas-Wettbewerbs. Die Journalistin geht aber noch weiter: Anhand zweier treffend ausgewählter Positiv-Beispiele schildert sie, wie kreativ einige Friedhofsverwaltungen mit den derzeitigen Herausforderungen umgehen. "Sie spricht die Zuständigen in den Kommunen und deren Verwaltungen direkt an und fordert sie auf, sich nach solchen Vorbildern umzusehen und wichtige Entscheidungen für die Zukunft jetzt zu treffen, anstatt nur über vorhandene Missstände zu klagen und in Lethargie zu verfallen", unterstreicht die Jury.

Die Beiträge der Gewinner sowie die kompletten Jury-Begründungen finden Sie  im Pressebereich dieser Webseite.