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Bonner Bestattungshaus für "Grüne Linie" ausgezeichnet

Ökologisch wertvolle und nachhaltige Bestattungen | | 0 Kommentare |


Im Wettbewerb "Die Lieferkette lebt. Lieferketten gestalten, biologische Vielfalt erhalten" ist das Bonner Bestattungshaus Hebenstreit & Kentrup Ende Mai 2019 für seine innovative Initiative "Grüne Linie" mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden. Der Preis wurde unter anderem vom Bundesumweltministerium und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) initiiert und würdigt das Engagement von Unternehmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Lieferkette.

Das Bestattungshaus Hebenstreit & Kentrup (übrigens auch Mitglied im von Aeternitas initiierten  "Netzwerk Qualifizierter Bestatter") punktete vor allem mit seiner konsequenten naturfreundlichen Ausrichtung bei Produkten und Vorleistungen. In der Laudatio zum Preis wurde betont, dass das Projekt mit Pioniergeist konsequent Handlungsmöglichkeiten zum Schutz der biologischen Vielfalt entlang der Lieferkette umsetze. Die "Grüne Linie" habe damit Vorbildcharakter für die gesamte Branche.

Mit der Grünen Linie sollen vor allem diejenigen angesprochen werden, die schon zu Lebzeiten bemüht sind, (zumindest so gut es eben geht) im Einklang mit der Umwelt zu leben, und ihren "ökologischen Fußabdruck" auch bei der Bestattung im Blick haben möchten. So stammen die Särge nur aus einheimischer, nachhaltiger Produktion. Bei der Innenausstattung der Särge wird auf übliche Folien und Auskleidungen aus Materialien wie Plastik und Polyester verzichtet, die im Boden nicht vergehen. An deren Stelle rücken zum Beispiel geöltes Papier, Hanfwolle und Baumwollstoffe. Angeboten werden auch Urnen aus Holz oder Pappmaché.

Nachhaltigkeit zeigt sich darüber hinaus unter anderem in der Auswahl nahe gelegener Friedhöfe (kurze Transportwege, kurze Anreisewege für die Trauergäste), regionaler Steinsorten für die Grabmale und einheimischer, möglichst in der Nähe und passend zur Jahreszeit produzierter Pflanzen für Blumenschmuck und Grabgestaltung. Insbesondere bei letzterer steht dabei auch die Insekten- und Bienenfreundlichkeit im Mittelpunkt, Pflanzen mit wenig Gießaufwand werden bevorzugt. Ein zentrales Ziel der "Grünen Linie" ist es, das Potential der Friedhöfe mit ihrem großen Baumbestand und der ökologischen Vielfalt zu stärken.

Das Konzept "Grüne Linie" wurde erstmals 2016 vorgestellt und bereits 2017 mit dem 1. Platz des European Funeral Innovation Award ausgezeichnet. Mittlerweile haben sich bundesweit knapp 20 weitere Bestattungshäuser der Idee angeschlossen. Im Rahmen eines Pressegesprächs am heutigen Tage in Bonn betonten die Initiatoren, dass die Idee der "Grünen Linie" noch im Entstehen begriffen ist und zum Nachdenken anregen soll. Das Konzept wird tagtäglich weiterentwickelt. Immer wieder werden neue Ideen und Rechercheergebnisse durchdacht und nach Möglichkeit umgesetzt. Dabei sind die Bestatter in vielen Belangen auf entsprechende Produzenten und Lieferanten als Partner angewiesen - nach Möglichkeit aus der eigenen Region.

Weitere Informationen zur "Grünen Linie" finden Sie auf folgender Webseite:
 www.grüne-linie.de

Und mehr zum Preis "Die Lieferkette lebt. Lieferketten gestalten, biologische Vielfalt erhalten" hier:
 www.wettbewerb-die-lieferkette-lebt.de

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