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Funerale 8: "Reliquien. Die Dinge, die bleiben"

Tagung an der Universität Rostock | | 0 Kommentare |


Vom 07. bis 09. Oktober 2019 findet an der Universität Rostock zum achten Mal die Tagung "funerale" statt, dieses Mal unter dem Titel: "Reliquien. Die Dinge, die bleiben", geleitet von Prof. Dr. Thomas Klie (Theologische Fakultät Rostock/Praktische Theologie). Zu rechtlichen Fragen rund um das Eigentum an Leichnamen/Totenaschen wird der Aeternitas-Rechtsreferent, Rechtsanwalt Torsten Schmitt, referieren.

Die Veranstalter schreiben in ihrer Ankündigung:

Bei einer Bestattung ist es nicht nur die Erinnerung, die bleibt. Oft sind es Dinge der materialen Kultur, die sorgsam aufbewahrt werden: Fotos, Erinnerungsgegenstände, Kleidungsstücke, Briefe. Vielfach wird auch ein Teil der Kremierungsasche diskret zuhause in Erinnerungs- oder Miniurnen aufbewahrt. Diese können wahlweise auch mit Halsketten, Haarsträhnen oder Erde vom Grab befüllt werden. Auch die sog. Erinnerungsdiamanten, die die Schweizer Firma Algordanza aus einem Teil der Kremierungsasche erzeugt, stellen "Reliquien" dar. Dinge, die bleiben.

Die Religionskultur nimmt gegenüber diesen nachtodlichen Artefakten eine ambivalente Haltung ein. Während in der katholischen Kirche die kultische Verehrung heiliger Überreste in Form von Reliquien gängige Praxis ist, sind Protestanten diesbezüglich überaus skeptisch. In der spätmodernen Religionspraxis fließen die konfessionellen Kontraste ineinander und es äußern sich ganz eigene ästhetische Formate. Wenn mit der Sepulkralkultur, jedoch keineswegs nur hier, das Nahverhältnis von Ding und Mensch wieder auf die Tagesordnung gerät, dann signalisiert dies theologischen, religionswissenschaftlichen und kulturwissenschaftlichen Klärungsbedarf. Diese Klärungsprozesse will die funerale8 im interdisziplinären Diskurs vorantreiben.


Weitere Informationen finden Sie auf der  Webseite der Universität Rostock.

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