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Grabmalaufbau in Eigenregie

Aeternitas-Test: "Do it yourself" auf dem Friedhof | 28.08.2019 |


Ein Grabmal eigenhändig auf dem Grab errichten, ohne Fundamentierungsarbeiten und trotzdem standsicher - das soll laut Alexander Parlow, dem Geschäftsführer der Firma "BOLLERMANN GRABMALE" aus Winnenden ganz einfach möglich sein. Dies gelte laut Parlow zumindest für die BOLLERMANN-Stahlgrabmalserie. Die Installation aufrecht stehender Grabmale von Menschen mit allenfalls durchschnittlichem handwerklichem Geschick - das klingt neu und interessant. Daher nahm sich die Aeternitas-Redaktion vor einigen Tagen der Herausforderung an und erbat ein Bollermann-Grabmal zum Testaufbau vom Hersteller. Geliefert wurde vom Geschäftsführer, Herrn Parlow, persönlich.

Zunächst fiel auf, dass das eigentliche Grabmal, zwei hintereinander zu platzierende Rohstahlplatten mit den Maßen 115 x 50 cm, ein echtes Leichtgewicht darstellt. Die Platten konnten bequem von einer Person zum "Mustergrab", einer schönen Vorgartenrabatte auf dem Aeternitas-Grundstück, getragen werden. Der ausgewählte Ort kam dem einer echten Grabsituation auf einem Friedhof sehr nahe - hinterfangen und geschützt von einer Kirschlorbeerhecke im Hintergrund. Auf Grund der Leichtigkeit des Materials ist kaum davon auszugehen, dass von diesem Grabmal die Gefahr für Menschen ausgeht, durch Umfallen der Stahlplatten verletzt oder gar erschlagen zu werden.


Einzelteile sind echte Leichtgewichte


Mit einem Spaten trugen die Aeternitas-Mitarbeiter einen etwa 70 x 60 cm großen Erdbereich ca. 15 cm tief ab, in den sie das Befestigungssystem, einen speziellen Metallrahmen zur Aufnahme der Rohstahlplatten, legten. Der Metallrahmen wurde mit Hilfe einer Wasserwaage gleichmäßig ausgerichtet.


15 cm tief reicht aus


Nun wurden die Stahlplatten am Rahmen mit Schrauben und Muttern montiert. Alle Teile passten genau zueinander und fügten sich tadellos zusammen.


Verschraubt: hintere Platte und Rahmen


Mit Erdankern wurde das Rahmengestell im Boden fixiert. Dazu wurden die tannenartig geformten Erdanker ("Heringe") mit dem Hammer durch den vorgesehenen Schlitz im Rahmen in den Boden gerieben. Ein Mitarbeiter mit der Wasserwaage während des Vorgangs achtete sorgfältig darauf, dass die horizontale Lage der Anlage durch die Hammerschläge nicht beeinflusst wurde. Erdanker wurden abschließend jeweils mit einer kleinen Splintplatte gekontert, damit der Rahmen im Boden nicht verrutschen kann. Sollte sich herausstellen, dass das Grabmal doch nicht mehr so ganz in der Waage steht, so sind noch sehr leicht durchzuführende Korrekturen bei der Schraubverbindung möglich.


Erdanker aus Edelstahl...
...werden in den Schlitzen des Rahmens versenkt.
Quadratische Splintscheiben sichern die Konstruktion.


Der Anfangs abgetragene Mutterboden wurde so weit wieder aufgefüllt, bis die Schrauben zur Montage der Stahlplatten und das Rahmengestell komplett von Erde überdeckt waren. Das Grabmal stand von nun an sicher an seinem Platz.

Nun galt es nur noch, eine Beleuchtung zwischen den Stahlplatten zu installieren, die die gelaserten Schriften bei Dunkelheit effektvoll hervorheben würde. Die Wetterfeste LED-Lampe inklusive Leuchtmittel konnte einfach per Erdspieß in den Boden eingelassen werden. Das kleine Solar-Panel, das zur zuverlässigen und dauerhaften Energieversorgung mitgeliefert wurde, ließ sich schnell und unauffällig im Heckenbereich platzieren. Ein ausreichend langes Kabel wurde einfach mit Erde und Mulch abgedeckt. Mit Anbruch der Dämmerung würde die Lampe automatisch eingeschaltet und jeden Abend das Grabmal für einige Stunden ansehnlich illuminieren.


Das Lampenset mit Leuchten, Erdspießen und Solar-Panel


Einige Tage sind nun seit der Grabmal-Aufbau-Aktion vergangen. Das Grab steht nach wie vor sicher und aufrecht im Aeternitas-Vorgarten. Die Rohstahlplatten setzten allmählich eine leichte Rostpatina an. Das ist gewollt und führt dem Betrachter auf diese Weise symbolisch und sehr anschaulich die eigene Vergänglichkeit vor Augen. Die abendliche Beleuchtung ist dezent und ansehnlich.


Schöner Effekt: Die Beleuchtung.


Rückblickend können wir festhalten, dass der Aufbau zwar kein Kinderspiel, aber dennoch für Menschen mit durchschnittlich-handwerklichem Geschick durchaus machbar ist. Es braucht zwei Personen, einen massiven Hammer (Fäustel), eine Wasserwaage, einen Zollstock, passende Schraubenschlüssel und je nach Bodenbeschaffenheit einen Spaten oder eine Schaufel. So ausgerüstet ist der Aufbau in etwa 1-2 Stunden erledigt.


Gewollt: Der Lauf der Zeit wird Veränderung bringen.


Die Idee, ein Grabmal selber zu errichten halten wir für sehr gut. Die Ausführung könnte für Hinterbliebene ein guter, tröstender Beitrag auf ihrem Trauerweg sein. Zudem lassen sich auf diesem Wege auch noch Kosten für das Versetzen von Grabmalen einsparen. Der technisch und handwerkliche Aufwand ist gering und das Ergebnis bei gewissenhafter Ausführung professionell.
Ein Änderungswunsch von Aeternitas bezüglich einer massiveren Ausführung der Erdanker wurde vom Hersteller direkt aufgenommen und wird in kommenden Produktlieferungen berücksichtigt. Die Herkunft des Rohstahls für die BOLLERMANN-Grabmale ist laut Alexander Parlow hinsichtlich Nachhaltigkeit unbedenklich, da der verwendete Rohstahl in Deutschland, Österreich und Schweden hergestellt und bezogen wird.

ACHTUNG: Die Genehmigung, ein Grabmal aufstellen zu dürfen, wird auf Antrag seitens der zuständigen Friedhofsverwaltungen erteilt. Die jeweiligen Regelungen und Kriterien, die ein Grabmal für eine Genehmigung erfüllen muss, beschreiben die Verwaltungen in den Friedhofssatzungen. In einigen Friedhofssatzungen finden sich noch Angaben zu Fundamentierung und Standsicherheit, sowie deren Überprüfung, die sich auf stehende Steingrabmale beziehen. Hier könnte ein Antrag auf Genehmigung der BOLLERMANN-Versetzvariante gegebenenfalls scheitern. Wichtig ist also, sich im Vorfeld eines Grabmalkaufs mit den Regelungen der Friedhofssatzungen zu befassen und gegebenenfalls frühzeitig Kontakt mit der Friedhofsverwaltung aufzunehmen. Hier verspricht der Anbieter Hilfe.
BOLLERMANN-Geschäftsführer Alexander Parlow schreibt dazu: "Die Genehmigung zur Aufstellung holen wir für Kunden immer gerne ein. Da es hier und da seitens des Friedhofs Änderungen geben könnte, wollen wir dies für unsere Kunden kostenlos erledigen. Somit hat der Kunde keine möglichen Scherereien. Zudem erhält ein Kunde erst dann eine Rechnung von uns, wenn der jeweilige Friedhof grünes Licht gegeben hat. 50% der Rechnung verlangen wir vor der Produktion und 50% nach erfolgter Lieferung."

Hier ist noch das offizielle Schaubild der Firma BOLLERMANN zur Montage:


Weitere Informationen über das Grabmal-System finden Sie unter:
BOLLERMANN GmbH
Sommerhaldenstraße 20
71364 Winnenden

Montag - Freitag: 10:00 - 18:00 Uhr
Samstag - Sonntag: Termine nach Vereinbarung

Gerne erhalten Sie nach Terminvereinbarung auch einen persönlichen Online-Beratungstermin via Facetime unter 0179 23 01 53 1.

Telefon: +49 7195 92 99 77 1
E-Mail: info@bollermann-grabmale.de
www.bollermann-grabmale.de