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Grabsteinpflege leicht gemacht

Tipps für ein dauerhaft schönes Grabmal | | 0 Kommentare |


Stein ist hart und beständig. Daher eignen sich vielerlei Natursteinsorten auch besonders gut als Grabmal-Material. So trotzen Grabmale viele Jahrzehnte Wind und Wetter. Dennoch sieht man den Denkmalen die Umweltbelastungen schon nach einigen Jahren an. Viele Menschen akzeptieren bewusst die anhaftende Grabmal-Patina als Symbol des Lebens und des Alterns. Andere wünschen sich "saubere", gereinigte Oberflächen. Was es bei der Reinigung und der Grabmalpflege zu beachten gibt, stellen Ihnen im Folgenden vor.

Kontrolle ist besser

Auch wenn die hervorragende Haltbarkeit des Grabsteins sowie die garantierte Standsicherheit im Kaufgespräch beim Steinmetzbetrieb noch eine große Rolle gespielt hat, kann man sich doch über den tatsächlichen Zustand des Grabzeichens und seinem Halt im Fundament nur vor Ort am Grab ein Bild machen. Nutzen Sie die Gelegenheit des Grabbesuches, um das Grabzeichen auf eventuelle Verunreinigungen, Beschädigungen und Risiken, die vom Grabmal ausgehen können (beispielsweise durch Umstürzen) zu untersuchen. Setzen Sie sich dabei keinen Risiken aus. Ruckeln Sie nicht am Stein. Der Zustand der Anlage erschließt sich auch dem Laien weitgehend durch Betrachten. Gibt es dauerhaft feuchte Stellen im Stein, Risse, Abplatzungen? Senkt sich der Stein womöglich ab? Können nahe Bäume oder Teile der Grabbepflanzung eine Gefahr für das Grabmal darstellen? Dann besteht Handlungsbedarf.

Umwelteinflüsse betreffen jedes Material

Grabmale sind ganzjährig den unterschiedlichsten Wetterbedingungen ausgesetzt. Um einer ungewollten, vorzeitigen Verwitterung vorzubeugen, bedarf es daher regelmäßiger Pflege, um den Stein nachhaltig zu schützen. Die Empfindlichkeit des Steins auf Umwelteinflüsse hängt sehr stark von dessen Festigkeit und Bearbeitung ab. Grabsteine aus Granit oder Basalt sind sehr dicht und hart und witterungsbeständiger gegenüber den weicheren Sand- und Kalksteinen. Dennoch sind auch die Grabmale aus weicheren Gesteinssorten auf viele Generationen ausgelegt - so wie etliche unserer Kulturdenkmäler aus weichen Gesteinen. Eine polierte Oberfläche z.B. weist Wasser besser ab, als ein rauer Stein. Generell gilt aber, dass Materialien umso schneller verwittern, je größer die klimatischen Schwankungen und die damit verbundenen Schwankungen im Material sind.

Was kann man tun?

Um ein Grabmal nachhaltig zu schützen, reichen erstmal ganz einfache Mittel. So wirkt eine jährliche Reinigung mit einfachen Wurzelbürsten, Schwämmen und Wasser wahre Wunder, um den Stein von Algen, Flechten und Dreck zu befreien. Bei starkem Moos- und Algenbefall empfiehlt sich ein spezielles Reinigungsmittel, was in Baumärkten und bei Steinmetzen zu beziehen ist. Bei diesen Mitteln handelt es sich meist um chemische Reinigungsmittel, für deren Einsatz bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu beachten sind. Schauen Sie sich die Anwendungshinweise des jeweiligen Produktes genau an. Auch sind nicht alle chemischen Mittel auf den Friedhöfen zugelassen. Ein Anruf bei der Friedhofsverwaltung, dem örtlichen Friedhofsgärtner oder Steinmetzbetrieb kann hier Klarheit schaffen. Probieren sie eine unerprobte Reinigungsmethode zunächst an einer Stelle aus, die nicht unmittelbar zu sehen ist - am besten - falls möglich - auf der Rückseite. Auf die Reinigung mit einem Hochdruckreiniger sollten Sie schon unter Rücksichtnahme auf Ihre Mitmenschen verzichten.

Risikofaktoren für das Grabmal

Der größte Feind des Grabmals ist Wasser. Es transportiert unter anderem Salze, die sich nach und nach im Gestein anreichern. Bei Auskristallisierung der Salze, nehmen diese an Volumen zu, drücken auf die Porenwände im Stein und zerstören diese im Laufe der Zeit. Im Winter gefriert das Wasser in der schon durchlässigen Oberfläche des Steins und es kommt zur so genannten Frostsprengung. Dauerhafte Wasserberieselung ohne Möglichkeit der Abtrocknung und der Stand in feuchtem Grund setzen dem Grabmal zu. Porige Oberflächen im Stein können weitgehend mit speziellen Stein-Imprägniermitteln gegen eindringende Feuchtigkeit längerfristig versiegelt werden.

Ein weiterer Risikofaktor ist die Bepflanzung des Grabmals, z.B. durch Efeupflanzen, deren Haftwurzeln sich regelrecht in den Stein fressen. Der beste Schutz ist die Vermeidung solcher Bepflanzungen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass das Grabmal nicht im Wurzelbereich großer Bäume aufgestellt wird, die den Stein von unten angreifen könnten. Der gute Steinmetz berät Sie kompetent, um alle Risiken ausschließen zu können.

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