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Bestatterkosten bei Polizeieinsatz

Veranlasst die Polizei die Abholung eines Leichnams, muss die Behörde als Auftraggeber den damit beauftragten Bestatter bezahlen. Dieser kann sich wegen der hier entstandenen Kosten nicht direkt an die Angehörigen wenden. Allerdings dürfen die Behörden den Aufwand im Nachhinein teilweise bei diesen geltend machen. Dies gilt aber nur für die Kosten, die den Angehörigen tatsächlich erspart worden sind und die bei einem üblichen Ablauf der nach dem Todesfall beauftragten Bestattung angefallen wären. Das geht unter anderem aus einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom 23.05.2014 hervor (Az.: OVG 12 N 12.13).

Fallen zum Beispiel höhere Überführungskosten an, weil ein Leichnam aus polizeilichem und sicherheitsrechtlichem Interesse (Ermittlungen) zur Obduktion gebracht wird und anschließend erst zum Bestattungsinstitut/zum Friedhof, müssen diese Mehrkosten von der Behörde getragen werden.

Dennoch melden sich bei Aeternitas immer wieder Betroffene, die fälschlicherweise sämtliche Kosten tragen sollen. Entsprechende Bescheide der Behörden bzw. Rechnungen von Bestattern sollten deshalb in solchen Fällen immer sorgfältig daraufhin geprüft werden, ob tatsächlich korrekt abgerechnet wurde.

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