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Erbvertrag

Der Erbvertrag (§ 1941 BGB) ist neben dem Testament die zweite Art einer Verfügung von Todes wegen.1 Während das Testament grundsätzlich frei widerrufen werden kann, sind bestimmte in einem Erbvertrag getroffene Verfügungen gegenüber dem bzw. den Vertragspartner(n) bindend; er stellt eine sichere Grundlage für Gegenleistungen dar, die zu Lebzeiten des Erblassers für dessen Verfügungen von Todes wegen versprochen und erbracht werden sollen.2 Bei den bindenden Verfügungen kann es sich nur um Erbeinsetzungen, Vermächtnisse, Auflagen und die Wahl des anzuwendenden Erbrechts handeln (§ 2278 BGB). Weitere Einzelheiten zum Erbvertrag ergeben sich aus den §§ 1941, 2274ff BGB.

Fußnoten


1. Müller-Christmann in Beck'scher Online-Kommentar BGB, Bamberger/Roth 51. Edition Stand: 01.08.2019, Rn 1.

2. vgl. Müller-Christmann in Beck'scher Online-Kommentar BGB, Bamberger/Roth 51. Edition Stand: 01.08.2019, Rn 1.


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