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Kremationsreste

Kremationsreste während des Abkühlens

Bei der Kremation eines Leichnams werden verschiedene Teile nicht zur Asche, es verbleiben z.B. Zahngold und künstliche Gelenke, die in der Praxis regelmäßig aussortiert werden.


Die Frage, ob diese rechtlich gesehen mit beizusetzen sind, ist umstritten. In den Bestattungsgesetzen von Niedersachsen und Brandenburg ist inzwischen eine ausdrückliche Legalisierung der Entnahme metallischer Gegenstände aus der Totenasche erfolgt. Sollte der aktuelle Gesetzesentwurf in Hamburg beschlossen werden, würde dort die Entnahme von Implantaten jedoch unzulässig. Dessen § 14 Abs. 2 lautet nämlich: „Die Asche jeder Leiche einschließlich aller nicht verbrennbaren Rückstände ist im Krematorium in ein zu verschließendes Behältnis (Urne) aufzunehmen." Damit müssten in Hamburg alle Implantate mit in der Urne aufgenommen werden.


Fußnoten


1. Im Detail siehe: https://www.aeternitas.de/inhalt/downloads/rechtsgutachten_implantate.pdf, das Gutachten beleuchtet die Implantate auch aus dtrafrechtlicher und zivilrechtlicher Sicht.

2. § 23 Abs. 5 S. 3 BbgBestG; § 12 Abs. 4 S. 4 BestG Nds.

3. Drucksache 21/18145 der Hamburgischen Bürgerschaft.


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