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Patientenverfügung

Die Patientenverfügung ist eine Willenserklärung zur medizinischen Behandlung für den (späteren) Fall, dass jemand nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen zu bilden oder zu äußern - zum Beispiel aufgrund einer andauernden Bewusstlosigkeit oder im Wachkoma. Es geht darum, in bestimmte, zum Zeitpunkt der Festlegung noch nicht unmittelbar bevorstehende Untersuchungen des Gesundheitszustandes, Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe einzuwilligen oder sie zu untersagen. Der behandelnde Arzt ist an die Vorgaben einer wirksamen Patientenverfügung gebunden.

In einer Patientenverfügung kann keine aktive Sterbehilfe angeordnet werden. In der Praxis werden am häufigsten die Dialyse, die Beatmung und die künstliche Ernährung als abzulehnend bezeichnet. Eine schriftliche Patientenverfügung ist auch dann für den behandelnden Arzt bindend, wenn darin festgelegt wird, dass bestimmte lebenserhaltende Maßnahmen eingestellt werden sollen.


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Webseite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz



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