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Grabgestaltung/Grabpflege: Pestizide

"Todsichere" Substanzen 
Liebevolle Grabpflege kommt ohne Pestizide aus Zu den "Pestiziden" gehören Insektizide (geg. Insekten), Fungizide (geg. Pilze), Herbizide (geg. Unkräuter). Jeder, der bereits einmal vergeblich den manuellen Kampf gegen lästige Unkräuter im Garten hoffnungslos verloren hat, kennt die Sehnsucht nach Substanzen, die ungewollte Gewächse sicher abtöten und eine weitere Vermehrung verhindern.
Solche Substanzen sind in der Regel jedoch Gifte. Diese Gifte unterscheiden nicht intelligent zwischen Schädlingen und Nützlingen. Pestizide belasten die Umwelt und vergiften uns Menschen über das Grundwasser und Rückstände in Nahrungsmitteln.

Der Einsatz von Pestiziden sollte bei der Grabpflege unterbleiben. Die richtige Auswahl von Pflanzen auf der Grabstelle kann auf ganz natürliche Weise beim Verzicht auf Gifte helfen: Bodendecker etwa machen es Unkräutern schwer, ein Grab zu besiedeln. Auch sollten kräftige, regional übliche und witterungsbeständige Pflanzen ausgewählt werden. Sie halten Attacken von Schnecken und Raupen besser stand.

Ein gut vorbereiteter Boden, der auf die Grabpflanzen abgestimmt ist, unterstützt ein gesundes Pflanzenwachstum und macht die Pflanzen stark. Friedhofsgärtner sind Spezialisten auf dem Gebiet. Sie kennen die Pflanzenarten, die sich in der Region besonders eignen. Fragen Sie doch einmal den Friedhofsgärtner vor Ort, wie er schöne Gräber anlegt und pflegt, ohne die Chemiekeule auszupacken.

Tipp: Beim Suchbegriff "ökologische Unkrautbekämpfung" zeigt Google fast 22.000 Treffer an. Hier finden Sie zahlreiche Informationen, wie man mit Hilfe der Natur Unkraut in den Griff bekommen kann.

Ansichtssache "Patina": Ein verwittertes Grabmal wirkt auf einem Friedhof sehr romantisch. Eventuell kann man ja auch auf den Grünbelagentferner aus dem Baumarkt in Zukunft verzichten?! Die Natur würde es freuen.

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